Sind Erdbeeren mehrjährig?

Viele von euch haben sicherlich schon einmal selbst Erdbeeren im Garten oder auf dem Balkon aus dem Gartencenter, von Baumärkten, etc. eingepflanzt. Genau wie ich! Einer meiner ersten Beiträge beschäftigt sich mit Erdbeeren auf dem Balkon. Ich lebe in Berlin in einem Altbauhaus und mein Mann und ich haben keinen eigenen Garten. Da ich aber nicht auf Pflanzen verzichten wollte, habe ich dann tatsächlich Erdbeeren auf dem Balkon gepflückt. Das war vor zwei Jahren. Im letzten Jahr kamen dann zu der Erdbeersorte Polka einige Walderdbeeren hinzu (Fragaria vesca). 

Die Erdbeeren aus dem Jahr 2014 haben tatsächlich in 2015 noch einmal reiche Ernte gebracht. Ich konnte also nach und nach im Juni von der Pflanze naschen. Vor einem Monat habe ich die gut erhaltenen Pflanzen dann ein drittes Mal umgetopft mit neuer Erde. Auch die Walderdbeere hat den recht milden Winter in Berlin gut überstanden und sich bereits im letzten Sommer stark vermehrt, so dass ich einige Jungpflanzen umtopfen konnte.

Man sagt, man solle für einen besseren Ertrag die Erdbeerpflanzen jedes Jahr neu kaufen. Aber mir geht es ja nicht um den Ertrag. Dazu muss ich sagen, dass die Erdbeersorte Polka, die ich in 2014 angepflanzt habe, in 2015 mehr Früchte brachte, als im ersten Jahr… Probiert es einfach selbst aus! 🙂 Ich bin nun gespannt auf die nächsten süßen roten Früchtchen!

Eine richtige Pflanzanleitung findet ihr hier: Pflanzanleitung Erdbeeren

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Wilder Fenchel auf Sardinien – ein Duft von Anis liegt in der Luft

Riesengroße gelbe Dolden.

Wilder Fenchel im Mittelmeergebiet beheimatet

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich kurz den Wilden Fenchel genannt. Dieser ist auf Sardinien und generell im Mittelmeergebiet sehr weit verbreitet und, wie der Name schon sagt, verwildert. Ursprünglich ist die Pflanze im Mittelmeergebiet kultiviert worden.

Wenn es auf Sardinien nach Anis duftet…

Auffallend ist der anisähnliche Duft, der einem in die Nase steigt. Der Wilde Fenchel wächst ziemlich hoch – 40 bis 200 cm – und ist daher eigentlich nicht zu übersehen. Sehr schön filigran sind die Laubblätter anzusehen, die zwei- bis dreifach gefiedert und haarförmig geschlitzt sind. Damit kann man Fenchel sehr gut erkennen.

Wo wächst der Wilde Fenchel am besten und wofür wird er verwendet?

An einem warmen, trockenen Standort mit nährstoff- und basenreichem Lehm- oder Lössboden. Fenchel kennt jeder als Fencheltee oder Fenchelhonig, der sehr viele gesundheitsfördernde ätherische Öle enthält, aber auch Kieselsäure, Mineralsalze, Vitamin A, B und C. Fenchel wird als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen und bei Störungen des Magen-Darmtraktes eingesetzt. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit und den Geschmack an den süßen Fenchelhonig mit Anisgeschmack erinnern. Jedes Mal, wenn ich erkältet gewesen bin, musste ich einen großen Esslöffel davon einnehmen. Ob ich wollte oder nicht.D ie sehr aromatischen Pollen des Fenchels können ebenfalls verwendet werden. Vor allem als Gewürz.

Fencheltee soll krebsfördernd sein.

Allerdings habe ich vor kurzem noch gelesen, dass gerade im Fencheltee die Stoffe Methyleugenol und Estragol enthalten sind, die krebsfördernd sein sollen. Nachzulesen beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wilder Fenchel (lat. Foeniculum vulgare var. vulgare). Ausführlich nachzulesen auf Wikipedia. 

Dunkelgrüne bis leicht bläulich schimmernde Stiele des Wilden Fenchels.
Oristano ist bekannt für seine Feuchtgebiete, in denen die Flamingos ihre Jungen großziehen. Hier wächst viel Wilder Fenchel.
Riesengroße gelbe Dolden.
Auf Sardinien im Mai blühte der Fenchel mit großen Dolden bis zu zwei Meter hoch und war daher nicht zu übersehen.
Fencheltee, Fenchelhonig, Fenchelgewürz.
Fenchel ist eine sehr filigran aussehende Pflanze.
Vor zuviel Verzehr warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Wilder Fenchel oder allgemein Fenchel schmeckt hervorragend in Green Smoothies. Vorausgesetzt man mag den Anisgeschmack.
Charakteristisch ist der anisähnliche Duft, den die Heilpflanze ausströmt.
Wilder Fenchel wächst auf Sardinien überall.

Die Pfaueninsel – Schlüsselblume, Wunderlauch und hohler Lerchensporn

Wunderlauch riecht nach Bärlauch. Hat aber schmale Blätter und blüht ca. zwei Wochen vorm Bärlauch.

Am 19. April bin ich mit meinem Mann und guten Freunden auf der Berliner Pfaueninsel gewesen. Wir hatten perfektes Frühlingswetter und setzten mit einer Fähre rüber. Ich mit meiner Canon 5D Mark II bewaffnet. Die Pfaueninsel ist 67 Hektar groß und gehört seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe. Weitere Infos hier: Wikipedia

Von Pfauen und schönen Pflanzen

Die Insel erstrahlte in einem zarten Frühlingsgrün. Und ich hielt fleißig Ausschau nach den Pfauen, die dort frei herumlaufen. Doch neben den wunderschönen Pfauen, die uns ab und zu begegneten, faszinierte die Flora um einiges mehr. Es gibt sehr viel Wald auf der Insel. Wald nimmt dort die meiste Fläche ein. Vor allem Eichen sind dort anzutreffen, aber auch andere Baumarten, wie zum Beispiel Ginkgo oder Weiße Maulbeere, die bereits im 19. Jahrhundert gepflanzt worden sind.

Die Echte Schlüsselblume

Ich entdeckte die Echte Schlüsselblume (Primula veris) auf einer begrasten Freifläche. Sie wuchs dort in kleinen Grüppchen. Die Schlüsselblume gehört zur Gattung der Primeln aus der Familie der Primelgewächse. Sie liebt kalkhaltigen, stickstoffarmen, humushaltigen, lockeren Lehmboden und wächst überwiegend auf trockenen Wiesen, Rainen und in lichten Laubwäldern.

Wunderlauch riecht wie Bärlauch

Meinen Freunden fiel zudem ein zwiebel-, knoblauchartiger Geruch auf, der die ganze Zeit in der Luft lag. Wir entdeckten eine Pflanze, die große Flächen auf der Insel bedeckte. Wir vermuteten zunächst, dass es Bärlauch sein müsste. Jedoch fielen mir die schmalen lanzettförmigen Blätter auf, die im Vergleich zum Bärlauch oder auch zum Maiglöckchen fiel schmaler waren. Zuhause via Google entdeckte ich den Irrtum: Weder Bärlauch noch Maiglöckchen! Es ist der Wunder-Lauch (Allium paradoxum) gewesen. Wunder-Lauch ist genauso wie Bärlauch essbar! Ursprünglich stammt er aus dem Kaukasus, aus den Bergen in Zentral-Asien und aus dem Nord-Iran. Unter folgendem Link gibt es ein interessantes Youtube-Video zum Bärlauch und zum Wunderlauch: https://www.youtube.com/watch?v=FanbwNvGP6A

Der Hohle Lerchensporn

Neben Wunderlauch und Schlüsselblume entdeckte ich noch eine Pflanze, die ich zuvor noch nie gesehen und von ihr auch noch nie gehört oder gelesen hatte: Der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava). Im Gegensatz zur echten Schlüsselblume und zum Wunderlauch ist der hohle Lerchensporn giftig bis mäßig giftig. Vor allem die Knolle ist stark giftig. Das in der Pflanze enthaltene Bulbocapnin „erzeugt einen Zustand, der sich bereits der katatonischen Schizophrenie nähert … es sind schon Fälle von automatischem Gehorsam bekanntgeworden. Bulbocapnin hat eine sedierende Wirkung auf das Kleinhirn und setzt vermutlich die motorischen Zentren im Hypothalamus außer Funktion.“ (Quelle: http://www.physiologus.de/stimulans.htm.) Die Pflanze ist in Mitteleuropa weit verbreitet.

Die Pfaueninsel ist für einen Sonntagsausflug bestens geeignet!

Pfau präsentiert stolz sein Federkleid.
Pfau präsentiert stolz sein Federkleid.
Auf der Pfaueninsel gibt es freilaufende Pfauen. Es sind wunderschöne Vögel.
Auf der Pfaueninsel gibt es freilaufende Pfauen. Es sind wunderschöne Vögel.
Die echte Schlüsselblume mag kalkhaltige Böden mit Humus. Sie wächst auch auf der Pfaueninsel. Die jungen Blätter und Blüten eignen sich für einen Wildblumensalat.
Die echte Schlüsselblume mag kalkhaltige Böden mit Humus. Sie wächst auch auf der Pfaueninsel. Die jungen Blätter und Blüten eignen sich für einen Wildblumensalat.
Wunderlauch riecht nach Bärlauch. Hat aber schmale Blätter und blüht ca. zwei Wochen vorm Bärlauch.
Wunderlauch riecht nach Bärlauch. Hat aber schmale Blätter und blüht ca. zwei Wochen vorm Bärlauch.
Auf der Pfaueninsel in Berlin gibt es in großen Mengen Wunderlauch. Es kann wie Bärlauch zubereitet werden.
Auf der Pfaueninsel in Berlin gibt es in großen Mengen Wunderlauch. Es kann wie Bärlauch zubereitet werden.
Die Pflanze wächst gern in Buchenwäldern.
Die Pflanze wächst gern in Buchenwäldern.
Der hohle Lerchensporn blüht auf der Pfaueninsel im Südwestlichen Berlin in Lila und Weiß.
Der hohle Lerchensporn blüht auf der Pfaueninsel im Südwestlichen Berlin in Lila und Weiß.
Die Blätter des hohlen Lerchensporns sind schwach bis mäßig giftig.
Die Blätter des hohlen Lerchensporns sind schwach bis mäßig giftig.

Ein kleiner Frühlingsgruß – von Pflücksalat bis Vergißmeinnicht!

Post mit Blumensamen erhält man nicht jeden Tag als Geschenk.

Gestern staunte ich nicht schlecht, als ich von der Arbeit nach Hause kam und in meinem Briefkasten schaute, um – wie gewöhnlich – eine Rechnung herauszufischen oder nervige Infopost, die eh keiner liest! Ich staunte nicht schlecht, weil mir ein großer quadratischer Umschlag in neonorange leuchtend in die Hände fiel. Von OBI. OBI hat mich für seine Aktion „Frühlingsgruß“ als eine von zehn Kick-Start-Bloggerinnen ausgesucht.

In dem Umschlag gab es neben reichlich Konfetti 14 Samentütchen: Vergißmeinnicht, Lupine, Wildblumenmischung, Bartnelke, Fuchsschwanz, Schleierkraut, Löwenmäulchen, Buntnessel, Erdbeerspinat, Pflücksalat, Schnittknoblauch, Liebstöckel, Salbei und Petersilie. Da wird mein Balkon in nächster Zeit definitiv noch Zuwachs bekommen. Allerdings muss ich dazu erst einmal weitere Pflanzenerde und Terrakottatöpfe kaufen.

Jede Bloggerin und jeder Blogger, der nominiert wird und diese Samentütchen als Frühlingsgruß erhält, darf zwei weitere Blogger benennen, in dem er einen Blogpost nach Erhalt der Pflanzensamen über diese Aktion veröffentlicht.

Alles Weitere gibt es unter www.obi.de/fruehlingsgruss nachzulesen.

Achso: Ich möchte, dass Katrin von purpleglory.de und Annika von im-grünen-himmel.de ebenfalls den Frühlingsgruß von OBI erhalten!

Hinweis: Dieser Beitrag ist ein sponsored post!

#Blogger-Relations
14 Samentütchen von OBI. Der Baumarkt verschickt in einer Aktion an Bloggerinnen und Blogger verschiedene Pflanzensamen als Frühlingsgruß.

Veronika - der Lenz ist da!
Der OBI Frühlingsgruß ist eine nette Idee und eine super PR-Aktion, um das Blogger-Netzwerk zu erweitern! 🙂

Post mit Blumensamen erhält man nicht jeden Tag als Geschenk.
Post mit Blumensamen erhält man nicht jeden Tag als Geschenk.

Welche Blumenerde ist für welche Pflanzen geeignet? Teil I

Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.

Es ist Anfang März! Die frühe Dunkelheit hat endlich wieder ihr Ende. Die Pflanzzeit kann beginnen, und ich kann es kaum erwarten, meine Pflanzgefäße und Blumentöpfe für den Balkon zu rüsten und auf der Fensterbank mit der Aussaat von Tomatenpflanzen und Co. loszulegen. In den vergangenen Jahren habe ich mir kaum Gedanken zum Thema Blumenerde gemacht, sondern direkt die günstigste Erde vom Asiaten gekauft, der direkt bei mir um die Ecke zu finden ist. Einmal habe ich getrocknete Erde in gepresster Form von Ikea mitgenommen. Meinen Pflanzen hat beides bisher nicht geschadet. Zumindest nicht auf den ersten Blick. 

Da dieses Jahr, das Internationale Jahr des Bodens ist, habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema beschäftigt. Der Satz eines Gärtners aus einer TV-Dokumentation, die ich mir in der letzten Woche angesehen habe, hängt mir noch in den Ohren: „Du bist, was du isst. Und das gilt auch für Pflanzen.“ Damit hat er natürlich Recht: Das, was die Pflanzen an Nährstoffen aus der Erde bekommen und verwerten, nehmen letztendlich wieder wir Menschen auf.

Dazu gibt es hier die TV-Ratgebersendung vom NDR nachzuschauen…: NDR Ratgeber zum Thema Blumenerde.

Weitere Informationen gibt es auch von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt und Stadtentwicklung hier. 

Es gibt sehr viele Anbieter von Blumenerde. Zwei Marken im Vergleich.

Zuerst bitte die Erde des letzten Jahres aus den Töpfen und Balkonkästen entfernen, falls ihr dies nicht schon bereits im Herbst getan habt. Die „alte“ Erde ist bei euch wahrscheinlich auch völlig von kleinen Wurzeln durchzogen und damit ziemlich nährstoffarm. Neue Pflanzen benötigen aber ausreichend Nährstoffe!

Ich habe nun verschiedene Erden zur Auswahl. Für meine Kräutertöpfe habe ich von der Marke Prestoplant Bio Kräuter- und Aussaaterde besorgt. Ebenfalls von Prestoplant ist auch ein 15 Liter Sack Bio Tomaten- und Gemüseerde und ein 20 Liter Sack torffreie Bio Erde, die „universell“ einsetzbar ist. In diesem Jahr möchte ich mich hauptsächlich auf Tomaten konzentrieren und noch wesentlich mehr davon anpflanzen als vergangenes Jahr. Zum Vergleich habe ich zusätzlich aus dem Baumarkt der Marke Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde sowie Ballino Blumenerde (ebenfalls von Greenworld) eingekauft.

In den nächsten Tagen werde ich mit der Anzucht meiner Tomaten und anderen Pflanzen starten und an den Töpfen markieren, welche Erde in welchem Topf steckt, um später vergleichen zu können und euch mögliche Unterschiede mitzuteilen. Ich bin gespannt, welche Erde das Rennen machen wird!

Kleiner Hinweis: Bevor ihr euch Blumenerde, Kräutererde, Anzuchterde etc. kauft, kalkuliert grob, wie viel Liter ihr benötigt, damit ihr nicht zweimal fahren müsst. Das spart Zeit und Nerven; denn so ein Sack Blumenerde in den vierten Stock zu hieven (OHNE Aufzug) kann Rückenschmerzen verursachen…!

Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Greenworld Ballino Blumenerde
Greenworld Ballino Blumenerde

 

 

                                                                                                                                                                       

         

Balkon Blumen für die Bienen in der Stadt

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.

Heute ist in Berlin endlich wieder Sonnenschein. Nix mit Wolken. Nur ein Blau in Blau. Ich möchte am liebsten jetzt schon auf meinem Balkon sitzen und Blumensamen säen. Naja, erstmal noch die alten entfernen und ab in den Biomüll. Für mich steht fest, dass ich in diesem Jahr ganz viele Tomaten ernten möchte. Das hat mit ein paar wenigen Pflanzen bereits im letzten Jahr hervorragend geklappt. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden.

Worauf stehen Bienen und Co.?

Aber auch hübsche Blütenpflanzen sollen her. Aber welche? Am besten welche, die nicht nur schön aussehen und pflegeleicht sind, sondern auch den Bienen und Hummeln dieser Stadt nützen. Doch worauf fliegen die Bienen und die Hummeln und evtl. auch die Schmetterlinge?

Bienen-App und Bienenlexikon

Da gibt es jede Menge! Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft – kurz BMEL – hat ein super übersichtliches Bienenlexikon herausgegeben. Granatengeil! Sehr her… Bienenlexikon

Kapuzinerkresse, Kornblumen, Brombeere, Bienenfreund (Phacelia), Ringelblume (Calendula), Rosmarin, Salbei, Winterheide, Sonnenbraut, Borretsch… Alle diese Blumen und Kräuter werden in dem Lexikon gut dargestellt mit Hinweisen zum Blütezeitraum und zum Standort.

Ohne dies zu wissen, hatte ich bereits im vergangenen Sommer einige Pflanzen davon auf meinem Balkon platziert.

Das BMEL hat auch eine Bienen-App publiziert. Kostenlos.In dieser App sind die einzelnen bienenfreundlichen Pflanzen auch aufgeführt und gut erklärt. Es lohnt sich also, sie herunterzuladen.

Wer von euch sogar einen eigenen Garten hat, mit vielen Gänseblümchen auf dem Rasen: Bitte mäht sie nicht gleich wieder weg, wenn der Rasen mal einen Zentimeter höher ist, als der vom Nachbarn… Erstens macht Rasenmähen Krach, kostet Energie und ihr vernichtet wertvollen Nektar für die Insekten, die sie aus den Gänseblümchen beziehen!

Phacelia – eine besonders bienenanziehende Pflanze

Jetzt weiß ich auch, wie die Pflanze mit den schönen fliederfarbenen Blüten heißt, die mir bis in den späten September hinein den Blick versüßte: Phacelia oder auch Bienenfreund genannt. Umgangssprachlich sind auch Bezeichnungen wie Bienenweide, Büschelschön oder Büschelblume verbreitet. Der Gattungsname Phacelia leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Büschel. Die Pflanze wird von Imkern auf großen Flächen genutzt, da rund ein Hektar bis zu circa 500 Kilogramm Honig hervorbringen kann.

Zudem zählt Phacelia zu den sogenannten Gründüngungspflanzen oder auch Bodenverbesserer.

„Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung. Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert, und die Ertragsicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu.“ (Quelle: Wikipedia).

Die krautigen Pflanzen sind meist behaart.

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.
Im Spätherbst ist die Phacelia perfekt für die Gründüngung. Sie ist nicht winterhart und liefert, im darauffolgenden Frühjahr untergegraben, wirksame Nährstoffe.
Gänseblümchenblüten werden volksheilkundlich als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.
Da Bellis perennis eine Speicherpflanze ist, überlebt sie den Winter im Schnee.
Ringelblumen dienen als natürlicher Pflanzenschutz.
Die Ringelblume wird als Heilpflanze geschätzt und vertreibt Schädlinge.
Die blauen Blüten verfügen über leuchtende Strichsaftmale, die für bestäubende Insekten sichtbar sind.
Borretsch ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Raublattgewächse.
Auf der Suche nach Nektar
Hummel im Anflug auf blaue Trichterwinde.

 

 

2015 ist Internationales Jahr des Bodens

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.

Ohne Boden unter den Füßen stehen wir ziemlich schlecht da. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ich habe mich in meinen vergangenen Beiträgen überwiegend mit Pflanzen an sich beschäftigt und mich bisher nicht wirklich gefragt, wo kommen denn diese Pflanzen her bzw. was ist ihre Lebensgrundlage? Es ist der Boden. Unsere Erde. All das Gemüse und Obst, all die bezaubernden Blumen. Unser Wald! All dies zieht sein Leben aus dem nährstoffreichen Boden und versorgt uns wiederum mit wichtigen Mineralien, Nährstoffen und Vitaminen.

Ich finde es toll und gleichzeitig dringend notwendig, dass die Vereinten Nationen dieses Jahr zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen haben, nachdem der IUSS (International Union of Soil Science) und der Thailändische König Bhumipol einen Antrag an die UN gestellt haben, dieses Jahr so zu benennen. 160 Staaten haben diesen Antrag im Rahmen des FAO World Council verabschiedet.

Wir trampeln täglich auf dem Boden herum. Unzählige Male jede Sekunde auf der ganzen Welt, ohne dabei an die Folgen zu denken. Wir wollen immer das frischeste Obst und Gemüse (möglichst billig), wir wollen ein eigenes Haus (am liebsten neu bauen). Wir wollen ein eigenes Auto. Um damit fahren zu können, benötigen wir Straßen. Wir wollen große Supermärkte und Konsumtempel mit möglichst großem Parkplatz. Aber wir wollen gleichzeitig eine naturbelassene Umwelt.

„Bodenversiegelung durch Siedlungs- und Straßenbau führt dazu, dass auch heute noch Böden in unverantwortlich hohem Ausmaß für andere Nutzungen unwiederbringlich verloren gehen.“ (Quelle: Website des BGR)

Wir müssen uns darüber bewusst werden, dass wir auf Dauer nicht mehr alles haben können. Manche Dinge sind endlich. So auch die Ressourcen unserer Erde und damit die Nährstoffe unserer Böden. Darum soll mit dem Ausruf des Internationalen Jahr des Bodens (International Year of Soils) eine Plattform geschaffen werden, die zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Schutzes der Böden dient. Die Koordinierung der Aktivitäten auf nationaler Ebene wird gemeinsam von BMUB und Umweltbundesamt (UBA) durchgeführt.

Wirkungsweise organischer und mineralischer Nährstoffe (Ausschnitt aus der Grafik „Wie Dünger den Untergrund belebt – oder zerstört“ siehe unten). Foto: Heinrich-Böll-Stiftung u.a. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat zu diesem Anlass den Bodenatlas herausgegeben. Ihr könnt euch das Magazin auch als pdf herunterladen: http://www.boell.de/sites/default/files/bodenatlas2015.pdf

Hier seht ihr das offizielle Video des Year of Soils:

http://www.youtube.com/watch?v=TqGKwWo60yE

Hier geht es zur deutschsprachigen Fassung:
http://globalsoilweek.org/media-publications/videos/lets-talk-about-soil/

Alles zum Thema Boden auf der Website des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe):
http://www.bgr.bund.de/Boden

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Nährstoffreicher Boden ist wichtig für die meisten Pflanzen.
Samen benötigen zum Wachsen nicht nur Wasser und Sonnenlicht, sondern auch den Boden, in dem sie sich verwurzeln können, um daraus ihre Nährstoffe zu ziehen.

Basilikum selbst anziehen – geht das?

Mini-Anzucht-Set Basilikum

Ihr kennt sicherlich die Kräutertöpfe, die es mittlerweile fast in jedem Supermarkt gibt, voll von Basilikum, Salbei, Zitronenmelisse oder Koriander? Schön fertig pflückbereit für das abendliche Gericht. Das, was mich immer so richtig nervt: die Kräuterpflanzen werden meistens von meinen restlichen Einkäufen eingedrückt. Stiele brechen und Blätter fallen ab. Warum also nicht selbst Kräuter anziehen? So habe ich von Kiepenkerl das Mini-Anzucht-Set Basilikum bestellt: http://shop.nebelung.de/mini-anzucht-set-basilikum-gecom.html.

Es dauert ein paar Tage, bis der Basilikum wächst, aber es lohnt sich. Die Erde des mitgelieferten Sets soll man schön feucht halten. Aber Vorsicht: Bitte nicht zu feucht, denn so kann sich schnell Schimmel bilden. Ich habe daraufhin „umgetopft“ und freue mich schon auf die „Ernte“ für leckere Pastagerichte oder zum Verfeinern von Salaten.

Mini-Anzucht-Set Basilikum
Mini-Anzucht-Set Basilikum von Kiepenkerl.
Praktisches Basilikum-Anzucht-Set.
Kiepenkerl Mini-Anzucht-Set Basilikum ausgepackt.
Plastikfolie, Erde und Basilikumsamen werden mitgeliefert.
Sehr praktisch: Plastikfolie, Erde und Basilikumsamen werden mitgeliefert.
Der Basilikum wächst.
Der selbstgezogene Basilikum wächst prima. Bloß Vorsicht: zuviel Feuchtigkeit kann Schimmelbildung fördern.

Der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow

Der Sonnenhut blüht im Botanischen Volkspark.

Ein Sonntagsspaziergang Anfang November

Wie würden Sie/würdet ihr einen Sonntagnachmittag Anfang November verbringen, wenn die Sonne scheint bei blauem Himmel und bei sage und schreibe 17 Grad? Auf jeden Fall draußen! Zum Mauerpark hinter den Touristen auf dem Mauerparkflohmarkt hinterherschlendern, war keine Option. Irgendwo in den Wald nach Brandenburg dauerte zu lange. Google half mir bei der Ideenfindung, so dass im Ergebnis der Botanische Volkspark in Blankenfelde-Pankow erschien.

Dorthin ging es also. Das dachten sich auch einige andere Frischluftgenießer! Es war voll dort! Vor den Münzautomaten, aus dem man sich für einen Euro sein Eintrittskärtchen ziehen musste, standen gefühlt 100 Leute. Es waren dann doch „nur“ 15. Es machte sich bereits die Angst in mir breit, dass die Sonne bereits um 16.30h untergeht und ich wertvolle Zeit mit Warten verbringen würde. Ging dann aber doch recht schnell, und ich schlenderte die breiten Wege entlang.

Ursprünglich diente das grüne Gelände als Schulgarten (1909) mit Bäumen und Pflanzen, die hauptsächlich aus den Wäldern Brandenburgs stammten.  Der Schulgarten war für die Anzucht und Lieferung von Pflanzenmaterial für den Botanik- und Zeichenunterricht in den Berliner Schulen vorgesehen. Auf dem Gelände gibt es auch Schaugewächshäuser. Diese entstanden in den 20er Jahren. Ebenso wie die Einrichtung des Arboretums.

Nach dem Krieg übernahm im Jahr 1952  Walter Ulbricht die Anlage zu Ausbildungszwecken. Es kamen Stallungen für Haustiere, Volieren und Gehege für Wildtiere hinzu für den Schulunterricht aber auch für die Nutzung durch Arbeitsgemeinschaften.

Der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow ist seit 1995 öffentlich zugänglich und steht unter steht unter Denkmalschutz.

Aktuell existieren um die 6.000 Pflanzen, Stauden und Gewächse. Im Gewächshaus gibt ein kleines Café, das sogar an Wochenenden und Feiertagen geöffnet ist. Der Kuchen ist dort sehr empfehlenswert. Ebenso der Cappuccino.

Grün Berlin GmbH betreibt als Servicegesellschaft des Landes Berlin die Entwicklung und den Betrieb der Botanischen Anlage Blankenfelde.

Unter den folgenden drei Links gibt es weitere Informationen zum Botanischen Volkspark:

Website: Grün Berlin

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/sondergruenanlagen/botanische_anlagen/pankow.shtml

http://de.wikipedia.org/wiki/Botanische_Anlage_Blankenfelde

Der Sonnenhut blüht im Botanischen Volkspark.
Der Sonnenhut ist eine Arzneipflanze, die bei Erkältungen hilft.
Ganz aus Glas.
Im Gewächshaus befindet sich ein nettes kleines Cafe mit leckerem Kuchen und Cappuccino.
Samenkapseln
Im Gewächshaus des Botanischen Volksparks gab es einige interessante Pflanzen zu entdecken.
Samenkapseln
Herbstfrüchte im Sonnenlicht.
Das Geld der Blätter leuchtet.
Der goldene Oktober wird zum goldenen November.
Auf dem Feld.
Ein schöner Herbsttag Anfang November.