Sind Erdbeeren mehrjährig?

Viele von euch haben sicherlich schon einmal selbst Erdbeeren im Garten oder auf dem Balkon aus dem Gartencenter, von Baumärkten, etc. eingepflanzt. Genau wie ich! Einer meiner ersten Beiträge beschäftigt sich mit Erdbeeren auf dem Balkon. Ich lebe in Berlin in einem Altbauhaus und mein Mann und ich haben keinen eigenen Garten. Da ich aber nicht auf Pflanzen verzichten wollte, habe ich dann tatsächlich Erdbeeren auf dem Balkon gepflückt. Das war vor zwei Jahren. Im letzten Jahr kamen dann zu der Erdbeersorte Polka einige Walderdbeeren hinzu (Fragaria vesca). 

Die Erdbeeren aus dem Jahr 2014 haben tatsächlich in 2015 noch einmal reiche Ernte gebracht. Ich konnte also nach und nach im Juni von der Pflanze naschen. Vor einem Monat habe ich die gut erhaltenen Pflanzen dann ein drittes Mal umgetopft mit neuer Erde. Auch die Walderdbeere hat den recht milden Winter in Berlin gut überstanden und sich bereits im letzten Sommer stark vermehrt, so dass ich einige Jungpflanzen umtopfen konnte.

Man sagt, man solle für einen besseren Ertrag die Erdbeerpflanzen jedes Jahr neu kaufen. Aber mir geht es ja nicht um den Ertrag. Dazu muss ich sagen, dass die Erdbeersorte Polka, die ich in 2014 angepflanzt habe, in 2015 mehr Früchte brachte, als im ersten Jahr… Probiert es einfach selbst aus! 🙂 Ich bin nun gespannt auf die nächsten süßen roten Früchtchen!

Eine richtige Pflanzanleitung findet ihr hier: Pflanzanleitung Erdbeeren

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Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam

Eröffnung der Orchideenblüte und Bloggerevent

Am 17. März eröffnete die Ausstellung zur Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam. Im Rahmen dieser Eröffnung fand auch ein Bloggertreffen statt, zu dem ich eingeladen worden bin. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung von Daniela, Isabel und Katja, den Marketingmädels der Biosphäre,  bekamen wir als Begrüßungsdrink einen köstlichen antialkoholischen Fruchtcocktail mit einer essbaren Orchidee (Karma-Orchidee).

Orchideenexpertin führte durch Biosphäre

Die Orchideen kommen aus dem Orchideengarten Karge nahe Lüneburg. Die Inhaberin des Orchideengartens, Marei Karge-Liphard, die gleichzeitig Expertin auf dem Gebiet der Orchideen ist, führte uns mit viel Fachwissen durch die Biosphäre und gab uns ein paar interessante Pflegetipps. Auch räumte sie mit Mythen rund um die Orchidee auf…

Wusstet ihr, dass Orchideen frühestens mit sieben Jahren blühen? Es gibt sogar Orchideenarten, die fangen erst mit 14 Jahren zu blühen an.

Phalaenopsis – die uns bekannteste Orchideenart

Die bekannteste Orchideenart ist die Phalaenopsis. Ihr kennt sie auf jeden Fall. Sie wird auf jedem Markt und in jedem Blumenladen verkauft. Da diese Orchideen an einen Schmetterling erinnern, nennen wir sie auch „Nachtfalter-Orchidee“ oder auch „Malaienblume“. Sie stammt aus den tropischen Regenwäldern Südost-Asiens.

Orchideen wachsen mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent. Aufgrund ihrer enormen Vielfalt gibt es Orchideen fast in jeder Ökozone (nicht in Wüsten). Selbst oberhalb des nördlichen Polarkreises oder in Patagonien und den dem ewigen Eis des Südpols vorgelagerten Inseln, z. B. Macquarie Island gibt es Orchideen. Der Großteil der Arten wächst allerdings in den Tropen und Subtropen, hauptsächlich in Südamerika und Asien. In Europa gibt es etwa 250 Arten. In Australien gibt es rund 800 Arten, in Afrika 2.000, in Südamerika sogar rund 9.000. Sage und schreibe  14.000 Arten gibt es in Asien.

Skandinavier haben eine Lieblingsorchidee

Die Coelogyne Cristata ist eine weiße Orchidee aus Nepal. Sie ist in Skandinavien sehr beliebt – vor allem als Hochzeitsdeko. Umgangssprachlich kennt man sie auch unter den Begriffen „Frauenhöhle“ oder „Schneekönigin“.

Die Geschichte um den „Frauenschuh“

Die Paphiopedilum Orchidee ist bei uns als „Frauenschuh“ oder auch „Venusschuh“ bekannt, weil die Lippe der Blüten eben wie ein Schuh aussieht. Was hat die Göttin Venus damit zu tun? Frau Karge wusste die Antwort: Der Legende nach hielt Venus ein Schäferstündchen. Wurde dabei aber entdeckt und musste fliehen. Dabei verlor sie ihren goldenen Schuh, der sich dann in die Pflanze verwandelte, als ein Sterblicher den Schuh für die Göttin mitnehmen wollte. Diese Orchidee erinnert an eine fleischfressende Pflanze. Jedoch sind Orchideen generell keine Fleischfressenden!

Kauft keine Orchideensamen im Internet

Zum Anpflanzen von Orchideensamen benötigt die Pflanze einen speziellen Pilz – einen Fadenpilz. Dies muss im Labor durchgeführt werden.Die Fäden dieses Pilzes wandern in die Samenzelle der Orchidee, wo sie zersetzt und als Nahrung aufgenommen werden. Ohne diesen Pilz können die Keimlinge nicht überleben. Pflanzensamen von Orchideen im Internet zu kaufen, sei laut der Orchideenexpertin, herausgeschmissenes Geld, da sie ohne Pilz nicht wachsen können; denn die Samen haben kein Nährgewebe.

Nicht alle Orchideen duften angenehm

Eine Orchideenart, die Bulbophyllum nymphopolitanum stinkt sehr stark, weil sie von Aasfliegen bestäubt wird. Um diese anzulocken, produziert sie diesen extremen Geruch.

Nicht pflücken!

Entdeckt man Orchideen in der freien Natur, darf man sie nicht abpflücken, ausgraben etc. Sie darf von ihrem natürlichen Standort nicht entfernt werden.

Die wohl wertvollste Orchidee kommt aus Peru

Zum Abschluss zeigte Frau Karge uns in einer Glasvitrine eine Phragmipedium kovachii. Eine Orchidee aus Peru, die um die 800 € kostet und damit einer der wertvollsten Orchideenart der Welt ist. James Michael Kovach entdeckte sie 2002. Lest die Geschichte der Entdeckung hier: James Michael Kovach entdeckt Orchidee in Peru.

Pflegetipps

Und hier noch ein paar Pflegetipps: Den Topf mit der Orchidee einmal pro Woche richtig nass machen. Nicht jeden Tag und auch nicht jeden zweiten oder so gießen; denn Staunässe mag die Pflanze nicht. Ich selbst mache es so: Ich nehme die Orchidee aus dem Übertopf heraus und halte den Topf unter einem laufenden Wasserhahn mit lauwarmen Wasser für circa zehn Sekunden. Orchideen müssen nicht gedüngt werden. Sie sind sehr genügsam. Und: ihr dürft sie umstellen. Also an einem anderen Ort in eurer Wohnung. Was Orchideen nicht mögen, weil sie dann „verbrennen“, ist starke Sonneneinstrahlung. Im Frühling/Sommer solltet ihr sie also nicht auf eine Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung stellen. Lieber einen Meter in den Raum hinein stellen! Generell ist direkte Sonneneinstrahlung nicht so beliebt unter den Orchideen.

Die Orchideenblüte könnt ihr noch bis zum 1. Mai 2016 in der Biosphäre Potsdam bestaunen!!

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Marei Karge-Liphard, Orchideenexpertin des Orchideengartens in der Nähe von Lüneburg.
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Begrüßungscocktail mit essbarer Orchidee.

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Brassia Tosca

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Pinke Blüte
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Rosafarbene Phalaenopsis
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Pinkrote Orchidee
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Phalaenopsis mit kleinen Punkten in hellrosa.
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Der Frauenschuh – Paphiopedilum
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Burrageara Nelly Isler Orchidee
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Pinke Phalaenopsis-Hybride
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Im Schmetterlingshaus der Biosphäre wurden ebenfalls Orchideen „ausgestellt“.
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Pinke Vanda-Blüte
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Vanda-Orchidee in Blau
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Vanda Orchidee
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Rote Blüte
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Ludisia discolor Orchideen
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phragmipedium kovachii
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DIY-Projekt – Osterkranzbasteln mit wunderschönen Cymbidium-Orchideen.
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Das ist das Ergebnis des selbstgebasteltem Osterkranzes.
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Phalaenopsis
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Phalaenopsis Hybride
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Diese gelbe Orchidee sieht aus wie ein großes Insekt.
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Phalaenopsis Hybride
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Wunderschöne pink-rosane Orchideenblüte
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Schmetterlingsorchidee
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Phalaenopsis Orchidee in Weiß.
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Pink gepunktete Blüte
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Phalaenopsis Hybride
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Miltonia Orchidee
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Cambria Orchidee
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Kleine Orchideenblüte

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Vanda-Orchidee in violett
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Caelogyne cristata

Wiesenflockenblumen bei einem Spaziergang in Fürstenfeldbruck entdeckt

Zu einer Hochzeitsfeierlichkeit nach Fürstenfeldbruck

Vergangenen Spätsommer sind mein Mann und ich auf einer Hochzeit von Freunden in der Nähe von München eingeladen gewesen. Wir sind bereits am Abend vorher aus Berlin mit dem Zug angereist, so dass wir noch den ganzen Vormittag und frühen Nachmittag Zeit hatten, uns die Gegend anzuschauen.

Spaziergang am späten Vormittag

Am nächsten Morgen – nach einem sehr leckeren und ausgiebigen Frühstück – im Hotel Fürstenfelder – sehr zu empfehlen!, haben wir einen kleinen Spaziergang unternommen. Das Wetter war traumhaft.

Wir kamen an einem Kloster vorbei, das fußläufig nur zehn Minuten vom Hotel entfernt liegt. Ein sehr schönes imposantes Gelände. Weitere Infos dazu erhaltet ihr auf der Website.

Violett blühende Wiesenpflanze entdeckt

Hinter der Klosteranlage befand sich eine Wiese. Auf einem kleinen Abschnitt blühten in voller Pracht Wiesenflockenblumen. Ich wusste zugegebenermaßen nicht, dass diese Blumen so heißen, habe dann aber nachgeschlagen im Buch „Die Pflanzen Mitteleuropas“ und bin darin fündig geworden.

Wiesenflockenblumen (lat: Centaurea jacea) erinnern an blaue Kornblumen

Die Wiesenflockenblume gehört genauso wie die Kornblume zur Gattung der Flockenblumen (Centaurea) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Kein Wunder also, dass sie sich sehr ähneln.

Die Pflanze dient den Bienen wunderbar als Nahrungsquelle. Sie gibt es auch in verschiedenen Samenmischungen für Gärten und Wiesen zu kaufen.

Die Blütezeit ist in der Regel von Juni bis Oktober.

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Wiesenflockenblumen von oben aufgenommen.
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Wiesenflockenblumen enthalten viele Gerbstoffe und sind daher bei Weidetieren nicht sehr beliebt.
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Wiesenflockenblumen werden auch gemeine Flockenblumen genannt. Bei Bienen ist ihr Nektar sehr beliebt.

Herbst im Großen Tiergarten in Berlin

Ein tolles Ausflugsziel im Herbst.

Wenn sich die Blätter gelb und braun färben und die Tage kürzer werden, sind wir im Herbst angekommen. Empfehlenswert sind dabei Spaziergänge im Wald, in den Parks der eigenen Stadt mit einem leckeren Tee in einem gemütlichen Café als krönenden Abschluss z. B. eines Sonntages. Arbeitet man in der Nähe eines schönen Parks, kann man dort sogar in seiner Mittagspause einen kleinen Spaziergang machen.

Ich hatte vor zwei Wochen ein Porträt-Fotoshooting mit einem Berliner Model. Für meine Aufnahmen sind wir in den Berliner Tiergarten gegangen und es sind sehr viele schöne Bilder entstanden. Nach unserem Shooting habe ich meine freie Zeit genutzt und bin ein wenig alleine durch den fast menschenleeren Park gegangen. Es hat sich gelohnt und ich hab jeden einzelnen Schritt durch den schönen herbstlichen Park genossen.

Zum Berliner Tiergarten (Stadtteil und Park) könnt ihr euch am besten diesen Wikipedia-Artikel durchlesen als auch diesen Artikel, der sich allein mit dem Park „Großer Tiergarten“ beschäftigt.

Eberesche
Eberesche
Abflug - Fischreiher im Großen Berliner Tiergarten.
Abflug – Fischreiher im Großen Berliner Tiergarten.
Die Früchte des Herbstes sind wie die Blüten im Frühling und Sommer.
Die Früchte des Herbstes sind wie die Blüten im Frühling und Sommer.
Pflanzen können auch im Herbst schön aussehen.
Pflanzen können auch im Herbst schön aussehen.
Schneeball
Schneeball
Hagebutten
Hagebutten
Ein Fischreiher kurz vor seinem Abflug zum anderen Ufer.
Ein Fischreiher kurz vor seinem Abflug zum anderen Ufer.
Es leben sehr viele Enten im Park.
Es leben sehr viele Enten im Park.
Wegweiser zur Luiseninsel
Im Großen Tiergarten gibt es die Luiseninsel. Dort befindet sich ein Denkmal der Königin Luise.

 

Im Sommer wächst an diesem Weg der Farn hüfthoch.
Im Sommer wächst an diesem Weg der Farn hüfthoch.
Früchte des Herbstes im Großen Tiergarten.
Früchte des Herbstes im Großen Tiergarten.
Im Berliner Tiergarten wachsen viele verschiedene Laubbäume. Eichen, Linden, Buchen.
Im Berliner Tiergarten wachsen viele verschiedene Laubbäume. Eichen, Linden, Buchen.
Der kleine Fluss nennt sich Tiergartengewässer und ist ein kleiner Seitenarm der Spree.
Der kleine Fluss nennt sich Tiergartengewässer und ist ein kleiner Seitenarm der Spree.
Großzügig angelegte Wege führen durch den Berliner Park.
Man kann sehr gut zu Fuß und noch besser mit dem Rad den Park erkunden.
Nutzt die Gelegenheit und geht durch den Großen Tiergarten spazieren, wenn ihr in der Nähe wohnt oder arbeitet oder seid.
Eine tolle Atmosphäre im Großen Tiergarten.
Im Herbst möchte man sich nicht in den Park legen. Aber Spazierengehen - das geht!
Liegewiese – Ballspiele sind nicht gestattet.

Krokusse sind Frühblüher und damit unsere Frühlingsboten Nummer 1!

Aber auch gelbe Krokusse sind ein toller Farbklecks!

Krokusse kommen ursprünglich aus dem Orient, Nordafrika, aber auch aus Europa. Die in gelb, lila und weiß blühenden Knollengewächse sind unsere liebsten Frühlingsboten; denn sie sind meist der erste natürliche Farbkleks in Parks und in Gärten. Noch Wochen, bevor die Natur im großen Stil aus seinem Winterschlaf erwacht. Die Krokusse, die wir kennen, müssen mithilfe von Insekten bestäubt werden, damit es zur Blüte kommen kann. Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewächse. Genauso wie Gladiolen und Iris (Schwertlilien).

Safran ist eine Krokus-Art

Es gibt verschiedene Krokusarten. Eine davon ist das im Herbst blühende Safran. Das sehr beliebte und bekannte Gewürz kommt aus den Stempeln der Safran-Blüten. Interessant finde ich, dass Safran wegen eines dreifachen Chromosomensatzen unfruchtbar ist und nur durch die Teilung der Knollen vermehrt werden kann. Die Länder Iran, Afghanistan, aber auch der Mittelmeerraum Europas bauen Safran an. Hauptanbaugebiet ist der Iran. Die Safranfäden werden von Hand gepflückt! Eine sehr mühselige Arbeit, die auch den hohen Preis dieses Gewürzes rechtfertigt.

Krokusse blühen in vielen Berliner Parks

Anfang März bin ich im Biesdorfer Schlosspark gewesen. Ein Krokus-Traum! Hauptsächlich lila-farbene Krokusse dicht an dicht auf einer Fläche. Aber ihr müsst gar nicht soweit rausfahren. Auch im Volkspark Friedrichshain und im Bürgerpark Pankow gibt es diese Farbklekse zu sehen. Die Blütezeit von Krokussen beginnt im Januar und endet im April. Ihr habt also noch ein wenig Zeit, euch beim nächsten Parkspaziergang an den Krokussen zu erfreuen, bis sie von anderen Blumen abgelöst werden.

Krokusse gehören zur Gattung der Schwertliliengewächse.
In vielen Parks blühen derzeit Krokusse und wachsen zum Teil großflächig, wie im Biesdorfer Schlosspark.
Krokusse stehen meist eng zusammen. Die Knollen überwintern im Boden.
Krokusse stehen meist eng zusammen. Die Knollen überwintern im Boden.
Aber auch gelbe Krokusse sind ein toller Farbklecks!
Aber auch gelbe Krokusse sind ein toller Farbklecks!
Am schönsten finde ich die lila-farbenen Krokusse.
Am schönsten finde ich die lila-farbenen Krokusse.
Krokusse im Schlosspark Biesdorf
Die Krokusse blühen von Januar bis April in vielen Gärten und Parks.

Welche Blumenerde ist für welche Pflanzen geeignet? Teil I

Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.

Es ist Anfang März! Die frühe Dunkelheit hat endlich wieder ihr Ende. Die Pflanzzeit kann beginnen, und ich kann es kaum erwarten, meine Pflanzgefäße und Blumentöpfe für den Balkon zu rüsten und auf der Fensterbank mit der Aussaat von Tomatenpflanzen und Co. loszulegen. In den vergangenen Jahren habe ich mir kaum Gedanken zum Thema Blumenerde gemacht, sondern direkt die günstigste Erde vom Asiaten gekauft, der direkt bei mir um die Ecke zu finden ist. Einmal habe ich getrocknete Erde in gepresster Form von Ikea mitgenommen. Meinen Pflanzen hat beides bisher nicht geschadet. Zumindest nicht auf den ersten Blick. 

Da dieses Jahr, das Internationale Jahr des Bodens ist, habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema beschäftigt. Der Satz eines Gärtners aus einer TV-Dokumentation, die ich mir in der letzten Woche angesehen habe, hängt mir noch in den Ohren: „Du bist, was du isst. Und das gilt auch für Pflanzen.“ Damit hat er natürlich Recht: Das, was die Pflanzen an Nährstoffen aus der Erde bekommen und verwerten, nehmen letztendlich wieder wir Menschen auf.

Dazu gibt es hier die TV-Ratgebersendung vom NDR nachzuschauen…: NDR Ratgeber zum Thema Blumenerde.

Weitere Informationen gibt es auch von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt und Stadtentwicklung hier. 

Es gibt sehr viele Anbieter von Blumenerde. Zwei Marken im Vergleich.

Zuerst bitte die Erde des letzten Jahres aus den Töpfen und Balkonkästen entfernen, falls ihr dies nicht schon bereits im Herbst getan habt. Die „alte“ Erde ist bei euch wahrscheinlich auch völlig von kleinen Wurzeln durchzogen und damit ziemlich nährstoffarm. Neue Pflanzen benötigen aber ausreichend Nährstoffe!

Ich habe nun verschiedene Erden zur Auswahl. Für meine Kräutertöpfe habe ich von der Marke Prestoplant Bio Kräuter- und Aussaaterde besorgt. Ebenfalls von Prestoplant ist auch ein 15 Liter Sack Bio Tomaten- und Gemüseerde und ein 20 Liter Sack torffreie Bio Erde, die „universell“ einsetzbar ist. In diesem Jahr möchte ich mich hauptsächlich auf Tomaten konzentrieren und noch wesentlich mehr davon anpflanzen als vergangenes Jahr. Zum Vergleich habe ich zusätzlich aus dem Baumarkt der Marke Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde sowie Ballino Blumenerde (ebenfalls von Greenworld) eingekauft.

In den nächsten Tagen werde ich mit der Anzucht meiner Tomaten und anderen Pflanzen starten und an den Töpfen markieren, welche Erde in welchem Topf steckt, um später vergleichen zu können und euch mögliche Unterschiede mitzuteilen. Ich bin gespannt, welche Erde das Rennen machen wird!

Kleiner Hinweis: Bevor ihr euch Blumenerde, Kräutererde, Anzuchterde etc. kauft, kalkuliert grob, wie viel Liter ihr benötigt, damit ihr nicht zweimal fahren müsst. Das spart Zeit und Nerven; denn so ein Sack Blumenerde in den vierten Stock zu hieven (OHNE Aufzug) kann Rückenschmerzen verursachen…!

Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Greenworld Ballino Blumenerde
Greenworld Ballino Blumenerde

 

 

                                                                                                                                                                       

         

Balkon Blumen für die Bienen in der Stadt

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.

Heute ist in Berlin endlich wieder Sonnenschein. Nix mit Wolken. Nur ein Blau in Blau. Ich möchte am liebsten jetzt schon auf meinem Balkon sitzen und Blumensamen säen. Naja, erstmal noch die alten entfernen und ab in den Biomüll. Für mich steht fest, dass ich in diesem Jahr ganz viele Tomaten ernten möchte. Das hat mit ein paar wenigen Pflanzen bereits im letzten Jahr hervorragend geklappt. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden.

Worauf stehen Bienen und Co.?

Aber auch hübsche Blütenpflanzen sollen her. Aber welche? Am besten welche, die nicht nur schön aussehen und pflegeleicht sind, sondern auch den Bienen und Hummeln dieser Stadt nützen. Doch worauf fliegen die Bienen und die Hummeln und evtl. auch die Schmetterlinge?

Bienen-App und Bienenlexikon

Da gibt es jede Menge! Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft – kurz BMEL – hat ein super übersichtliches Bienenlexikon herausgegeben. Granatengeil! Sehr her… Bienenlexikon

Kapuzinerkresse, Kornblumen, Brombeere, Bienenfreund (Phacelia), Ringelblume (Calendula), Rosmarin, Salbei, Winterheide, Sonnenbraut, Borretsch… Alle diese Blumen und Kräuter werden in dem Lexikon gut dargestellt mit Hinweisen zum Blütezeitraum und zum Standort.

Ohne dies zu wissen, hatte ich bereits im vergangenen Sommer einige Pflanzen davon auf meinem Balkon platziert.

Das BMEL hat auch eine Bienen-App publiziert. Kostenlos.In dieser App sind die einzelnen bienenfreundlichen Pflanzen auch aufgeführt und gut erklärt. Es lohnt sich also, sie herunterzuladen.

Wer von euch sogar einen eigenen Garten hat, mit vielen Gänseblümchen auf dem Rasen: Bitte mäht sie nicht gleich wieder weg, wenn der Rasen mal einen Zentimeter höher ist, als der vom Nachbarn… Erstens macht Rasenmähen Krach, kostet Energie und ihr vernichtet wertvollen Nektar für die Insekten, die sie aus den Gänseblümchen beziehen!

Phacelia – eine besonders bienenanziehende Pflanze

Jetzt weiß ich auch, wie die Pflanze mit den schönen fliederfarbenen Blüten heißt, die mir bis in den späten September hinein den Blick versüßte: Phacelia oder auch Bienenfreund genannt. Umgangssprachlich sind auch Bezeichnungen wie Bienenweide, Büschelschön oder Büschelblume verbreitet. Der Gattungsname Phacelia leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Büschel. Die Pflanze wird von Imkern auf großen Flächen genutzt, da rund ein Hektar bis zu circa 500 Kilogramm Honig hervorbringen kann.

Zudem zählt Phacelia zu den sogenannten Gründüngungspflanzen oder auch Bodenverbesserer.

„Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung. Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert, und die Ertragsicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu.“ (Quelle: Wikipedia).

Die krautigen Pflanzen sind meist behaart.

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.
Im Spätherbst ist die Phacelia perfekt für die Gründüngung. Sie ist nicht winterhart und liefert, im darauffolgenden Frühjahr untergegraben, wirksame Nährstoffe.
Gänseblümchenblüten werden volksheilkundlich als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.
Da Bellis perennis eine Speicherpflanze ist, überlebt sie den Winter im Schnee.
Ringelblumen dienen als natürlicher Pflanzenschutz.
Die Ringelblume wird als Heilpflanze geschätzt und vertreibt Schädlinge.
Die blauen Blüten verfügen über leuchtende Strichsaftmale, die für bestäubende Insekten sichtbar sind.
Borretsch ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Raublattgewächse.
Auf der Suche nach Nektar
Hummel im Anflug auf blaue Trichterwinde.

 

 

Der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow

Der Sonnenhut blüht im Botanischen Volkspark.

Ein Sonntagsspaziergang Anfang November

Wie würden Sie/würdet ihr einen Sonntagnachmittag Anfang November verbringen, wenn die Sonne scheint bei blauem Himmel und bei sage und schreibe 17 Grad? Auf jeden Fall draußen! Zum Mauerpark hinter den Touristen auf dem Mauerparkflohmarkt hinterherschlendern, war keine Option. Irgendwo in den Wald nach Brandenburg dauerte zu lange. Google half mir bei der Ideenfindung, so dass im Ergebnis der Botanische Volkspark in Blankenfelde-Pankow erschien.

Dorthin ging es also. Das dachten sich auch einige andere Frischluftgenießer! Es war voll dort! Vor den Münzautomaten, aus dem man sich für einen Euro sein Eintrittskärtchen ziehen musste, standen gefühlt 100 Leute. Es waren dann doch „nur“ 15. Es machte sich bereits die Angst in mir breit, dass die Sonne bereits um 16.30h untergeht und ich wertvolle Zeit mit Warten verbringen würde. Ging dann aber doch recht schnell, und ich schlenderte die breiten Wege entlang.

Ursprünglich diente das grüne Gelände als Schulgarten (1909) mit Bäumen und Pflanzen, die hauptsächlich aus den Wäldern Brandenburgs stammten.  Der Schulgarten war für die Anzucht und Lieferung von Pflanzenmaterial für den Botanik- und Zeichenunterricht in den Berliner Schulen vorgesehen. Auf dem Gelände gibt es auch Schaugewächshäuser. Diese entstanden in den 20er Jahren. Ebenso wie die Einrichtung des Arboretums.

Nach dem Krieg übernahm im Jahr 1952  Walter Ulbricht die Anlage zu Ausbildungszwecken. Es kamen Stallungen für Haustiere, Volieren und Gehege für Wildtiere hinzu für den Schulunterricht aber auch für die Nutzung durch Arbeitsgemeinschaften.

Der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow ist seit 1995 öffentlich zugänglich und steht unter steht unter Denkmalschutz.

Aktuell existieren um die 6.000 Pflanzen, Stauden und Gewächse. Im Gewächshaus gibt ein kleines Café, das sogar an Wochenenden und Feiertagen geöffnet ist. Der Kuchen ist dort sehr empfehlenswert. Ebenso der Cappuccino.

Grün Berlin GmbH betreibt als Servicegesellschaft des Landes Berlin die Entwicklung und den Betrieb der Botanischen Anlage Blankenfelde.

Unter den folgenden drei Links gibt es weitere Informationen zum Botanischen Volkspark:

Website: Grün Berlin

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/sondergruenanlagen/botanische_anlagen/pankow.shtml

http://de.wikipedia.org/wiki/Botanische_Anlage_Blankenfelde

Der Sonnenhut blüht im Botanischen Volkspark.
Der Sonnenhut ist eine Arzneipflanze, die bei Erkältungen hilft.
Ganz aus Glas.
Im Gewächshaus befindet sich ein nettes kleines Cafe mit leckerem Kuchen und Cappuccino.
Samenkapseln
Im Gewächshaus des Botanischen Volksparks gab es einige interessante Pflanzen zu entdecken.
Samenkapseln
Herbstfrüchte im Sonnenlicht.
Das Geld der Blätter leuchtet.
Der goldene Oktober wird zum goldenen November.
Auf dem Feld.
Ein schöner Herbsttag Anfang November.

 

Herbstbilder aus dem Botanischen Garten Berlin – tolle Pflanzenfotografie

Gelb-Rote Blüte

Es ist Mitte Oktober und es ist nicht mehr zu übersehen: Der Herbst ist da! Als Vorbote des Winters hasse ich ihn. Denn ich mag keinen Winter. Die Monate Januar und Februar könnte ich getrost verbannen – meterologisch betrachtet. Stattdessen ist mein Vorschlag, den Januar an den Frühling zu packen. Was wäre es schön, wenn uns die Frühlingsblüte einen Monat länger erfreuen würde?! Und der Februar? Der dürfte meinetwegen gern den Herbst verlängern mit zwei Monate goldenem Oktober.

Aber da das Leben kein Wunschkonzert ist, freue ich mich derzeit über das bunte Laub und die letzten Herbstblüten. Die Sonne steht in einem wunderschönen Winkel zur Erde, so dass das Licht sich perfekt für Pflanzenaufnahmen eignet.

An dieser Stelle möchte ich euch den Fotografen Ugur Orhanoglu vorstellen. Er macht grandiose Bilder, wie ihr auf seiner Website www.ugur-boss.com selbst sehen könnt.

Für meinen Pflanzenblog ist er vergangenes Wochenende im Botanischen Garten in Berlin gewesen und hat ein paar Pflanzenaufnahmen gemacht, die für sich sprechen. Viel Spaß beim Betrachten!

Kaktusaufnahme von Ugur Orhanoglu
Stachelig und schön! Kakteen.
Gelb-Rote Blüte
Fotograf Ugur Orhanoglu hat mir ein paar beeindruckende Pflanzenaufnahmen zur Verfügung gestellt.
Hängende Blütenpracht.
Das schöne an Pflanzen- und Naturfotografie: Man muss die Natur nicht fragen, ob wir sie fotografieren dürfen!
Beeren am pinken Stil.
Lenkt eure Aufmerksamkeit auf die Natur. Sie bietet wahre Schönheiten.
Kleine haarige Pflanze.
Nahaufnahmen von Pflanzen sind ein Eye-Catcher.
Der Botanische Garten Berlin ist ein Highlight für Pflanzenliebhaber!
Blaue Blüten im Herbst.
Sieht aus wie eine grüne Raupe, ist aber eine Pflanze.
Beeindruckende Schöpfung der Natur!
Herbstblumen Botanischer Garten
Pflanzenfotos von Ugur Orhanoglu aus Berlin.