Portugal und die Korkeichen

In Portugal wächst die Korkeiche auf einem Gebiet von 750.000 Hektar.

Im September sind mein Mann und ich zwei Wochen in Portugal gewesen. Urlaub! Endlich! Natürlich nicht ohne meine Kamera. Die kargen Felder durchbrachen riesig große Flächen von Bäumen: Korkeichen, Pinien, Olivenhaine, aber auch Wein. Am meisten war ich angetan von den rötlich-orangenen Stämmen der Korkeichen – dem so genannten Splintholz.

Korkeichen werden 150 – 400 Jahre alt – je nachdem, ob sie beerntet werden oder natürlich wachsen. Sie sind sehr dürrebeständig. Es gibt sie im westlichen Mittelmeerraum. Ihr Laub ist immergrün. Die Korkschichten des Stammes dienen der Korkproduktion. Leider gibt es sehr viele Accessoires aus Kork, die kein schönes Design haben und für mich eher sehr ramschig sind und keinerlei ästhetischen Anspruch zu haben scheinen. Mir sind vor allem in den Touristengegenden Korktaschen, Korkportemonnaies, mit Kork ummantelte Stifte und Korkuntersetzer aufgefallen. Dabei dient Kork auch sehr gut der Wärmeisolierung als Korkparkett für Fußböden und zur Lärmdämmung. Den größten Anteil machen jedoch nach wie vor Flaschenkorken aus, auch wenn andere Materialien dem Kork für den Flaschenverschluss Konkurrenz machen und damit sogar die Artenvielfalt von Korkanbaugebieten gefährden.

Der Kork besteht aus abgestorbenen, mit Luft gefüllten, dünnwandigen Zellen. Eine Korkeiche produziert nach der Ernte eine neue Korkschicht. Die erste Ernte erfolgt nach etwa 12 bis 15 Jahren bei einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 Zentimetern.

Weitere Infos auch unter Wikipedia!

Die Korkeichen prägen die Landschaft in Portugal.
Die Korkeichen prägen die Landschaft in Portugal.
Das Splintholz ist bereits nachgedunkelt. Die Korkernte liegt hier schon ein wenig länger zurück.
Das Splintholz ist bereits nachgedunkelt. Die Korkernte liegt hier schon ein wenig länger zurück.
Eine Korkeiche frisch nach der Korkernte.
Eine Korkeiche frisch nach der Korkernte.
In Portugal wächst die Korkeiche auf einem Gebiet von 750.000 Hektar.
Die Korkschichten des Stammes werden zur Korkgewinnung genutzt.
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Fotoausflug ins Brandenburger Schlaubetal – bezaubernde Natur

Libellenparadies Schlaubetal

Mitte Juli ging es mit einem guten Freund ins Schlaubetal südöstlich von Berlin. Unser Ziel: Möglichst viele tolle Motive vor unsere Kameralinse zu bekommen. Er vor sein Tele- und ich vor mein Makroobjektiv. Schließlich soll es im Schlaubetal über 1.000 Pflanzenarten, wie zum Beispiel mehrere Orchideenarten und Farne und rund 140 Vogelarten geben.

Das Schlaubetal ist mir bis dahin völlig unbekannt gewesen. Es ist ca. 90 Autominuten von Berlin entfernt, wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Die heutige Landschaft des Naturparks stammt aus der Weichseleiszeit. Das Tal erstreckt sich auf einer Fläche von rund 227 Quadratkilometern.

Das Wetter spielte ausnahmsweise einmal mit. Zumindest am frühen Mittag. Sonnenschein bei 24 Grad. Wir fanden dank Google maps relativ schnell einen Parkplatz. Im Wald direkt an der Schlaube gibt es einen wunderschönen Wander- und auch Radweg. Im Vergleich zu anderen Naturparks um Berlin (wie zum Beispiel der Spreewald) ist es sehr ruhig und nicht voll von Spaziergängern. Das war uns auch sehr wichtig, da wir nicht nur die dortigen Pflanzen, sondern auch die Tierwelt ablichten wollten. Also zumindest mein Kumpel mit seinem Teleobjektiv.

Allerdings plapperte ich wohl zuviel, denn Fischotter, Vogel und so liefen uns nicht über den Weg. 😉

Ein paar schöne Pflanzenaufnahmen konnte ich jedoch mitnehmen.

Für weitere Informationen zum Naturpark Schlaubetal gibt es einen sehr ausführlich Artikel bei Wikipedia. 

Libellenparadies Schlaubetal
Im Schlaubetal an der Schlaube leben sehr viele Libellen.
Gräser
Gräser
Im Schlaubetal wachsen neben Laubbäumen auch viele Kiefern und andere Nadelgewächse.
Im Schlaubetal wachsen neben Laubbäumen auch viele Kiefern und andere Nadelgewächse.
Der Spitzwegerich ist reizmildernd und leicht hustenlösend.
Eine Detailaufnahme vom Spitzwegerich.
Seerosen in Hülle und Fülle auf der Schlaube
Seerosen in Hülle und Fülle auf der Schlaube
Farn im Schlaubetal
Farn im Schlaubetal

Japanische Zierkirschen in Berlin – ein Blütentraum!

Japanische Kirschblüten in Berlin

Nachdem die Krokusse, Schneeglöckchen, Hyazinthen und Narzissen blühen, sind in der Regel – je nach Witterung und Standort – die Kirschbäume dran.

Zierkirschen sind besonders schön, wenn sie blühen

Besonders die rosafarbenen Blüten der Zierkirsche haben es uns dann angetan. Das zarte Rosa in Blüte dicht an dicht ergibt ein sehr romantisches Farbbild. Eine Reise nach Japan zur Kirschblütenzeit mag sicherlich ein absolutes Highlight sein. Aber ihr glaubt gar nicht, wie viele Zierkirschen und Kirschenbäume es in Berlin gibt!

Berliner Zierkirschen stammen zum Teil aus Japan – ein Geschenk zur Wiedervereinigung Deutschlands

Ich habe mich gefragt, warum es so viele von dieser japanischen Kirschenart in Berlin gibt und habe bei meiner Recherche eine interessante Info entdeckt: Der japanische TV-Sender Asahi freute sich so sehr über die Wiedervereinigung Deutschlands 1989, so dass er einen Spendenfonds für die Pflanzung japanischer Zierkirschen in Berlin ins Leben rief. So wurde aus der Anteilnahme der japanischen Bevölkerung an der Wiedervereinigung ordentlich Geld gespendet. Über eine Million Euro kamen dabei zusammen. Über 9.000 Bäume konnten somit – überwiegend in Berlin und Brandenburg – gepflanzt werden. Die Grünflächenämter der jeweiligen Berliner Stadtbezirke unterstützten die Pflanzungen. Der Namen der Kampagne nannte sich „Sakura-Campaign“.

Diese Info habe ich auf der Website der Berliner Stadtentwicklung entdeckt: http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/stadtbaeume/de/sakura/ Auf dieser Seite findet ihr auch die Info, an welchen Orten es diese Pflanzungen gegeben hat. Nicht ganz uninteressant für ein romantisches Blütenshooting. Eine kleine Allee von prächtigen Zierkirschen gibt es unterhalb der Bösen Brücke an der Bornholmer Straße: Wikipedia Übergang Bornholmer Straße

Natürlich sind nicht alle rosafarbenen Zierkirschen, die es in Berlin gibt, Teil dieser damaligen Spendenaktion.

Verschiedene Variationen an Zierkirschen

Zierkirschen gibt es in vielen verschiedenen Variationen. Sie unterscheiden sich zum Beispiel in der Form des Wuchses. So gibt es einen überhängenden oder kugelförmigen Wuchs oder aber einen trichter- und säulenförmigen. Sie gehören zur Familie der Rosengewächse und blühen nur für eine sehr kurze Zeit. Sie trägt sogar Früchte, die essbar sind. Sie reifen von Mai bis Juli und färben sich purpurfarben-schwarz.

Kirschblüte in Japan

„Hanami“ (japanisch) ist ein weit verbreiteter Brauch in Japan und bedeutet soviel wie „Blütensehen“ oder „Blüten betrachten“. In Japan findet die Kirschblüte – ähnlich wie in Deutschland – von Ende März bis Anfang Mai statt.

Zierkirschen in Berlin
Die rosafarbenen Blüten der Zierkirsche sind einfach nur schön. Nicht kitschig!
Kirschblüten auf dem Weg zum Mauerpark.
Es wurden viele Zierkirschen am Gedenkstreifen der deutschen Teilung gepflanzt.
Zierkirschendetail
Kirschblüte im Detail. Blüte wächst aus Zweig.
Blüte der japanischen Zierkirsche - Detailaufnahme
Das Zartrosa der japanischen Zierkirschen. Die fünfzählige Blüte besitzt eine doppelte Blütenhülle.
Kirschblüten an einem Sonntag im April.
Dicht nebeneinander pflanzten die Grünflächenämter die japanischen Zierkirschen auf dem Weg Richtung Mauerpark in Berlin.
Japanische Zierkirschenblüten
Japanische Zierkirschenblüten
Aus Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands spendeten die Japaner den Deutschen rund 9.000 Zierkirschen.
Aus Freude über die Wiedervereinigung Deutschlands spendeten die Japaner den Deutschen rund 9.000 Zierkirschen.
Japanische Zierkirsche in Berlin blühen wunderschön
Japanische Zierkirsche in Berlin blühen wunderschön

2015 ist Internationales Jahr des Bodens

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.

Ohne Boden unter den Füßen stehen wir ziemlich schlecht da. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ich habe mich in meinen vergangenen Beiträgen überwiegend mit Pflanzen an sich beschäftigt und mich bisher nicht wirklich gefragt, wo kommen denn diese Pflanzen her bzw. was ist ihre Lebensgrundlage? Es ist der Boden. Unsere Erde. All das Gemüse und Obst, all die bezaubernden Blumen. Unser Wald! All dies zieht sein Leben aus dem nährstoffreichen Boden und versorgt uns wiederum mit wichtigen Mineralien, Nährstoffen und Vitaminen.

Ich finde es toll und gleichzeitig dringend notwendig, dass die Vereinten Nationen dieses Jahr zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen haben, nachdem der IUSS (International Union of Soil Science) und der Thailändische König Bhumipol einen Antrag an die UN gestellt haben, dieses Jahr so zu benennen. 160 Staaten haben diesen Antrag im Rahmen des FAO World Council verabschiedet.

Wir trampeln täglich auf dem Boden herum. Unzählige Male jede Sekunde auf der ganzen Welt, ohne dabei an die Folgen zu denken. Wir wollen immer das frischeste Obst und Gemüse (möglichst billig), wir wollen ein eigenes Haus (am liebsten neu bauen). Wir wollen ein eigenes Auto. Um damit fahren zu können, benötigen wir Straßen. Wir wollen große Supermärkte und Konsumtempel mit möglichst großem Parkplatz. Aber wir wollen gleichzeitig eine naturbelassene Umwelt.

„Bodenversiegelung durch Siedlungs- und Straßenbau führt dazu, dass auch heute noch Böden in unverantwortlich hohem Ausmaß für andere Nutzungen unwiederbringlich verloren gehen.“ (Quelle: Website des BGR)

Wir müssen uns darüber bewusst werden, dass wir auf Dauer nicht mehr alles haben können. Manche Dinge sind endlich. So auch die Ressourcen unserer Erde und damit die Nährstoffe unserer Böden. Darum soll mit dem Ausruf des Internationalen Jahr des Bodens (International Year of Soils) eine Plattform geschaffen werden, die zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Schutzes der Böden dient. Die Koordinierung der Aktivitäten auf nationaler Ebene wird gemeinsam von BMUB und Umweltbundesamt (UBA) durchgeführt.

Wirkungsweise organischer und mineralischer Nährstoffe (Ausschnitt aus der Grafik „Wie Dünger den Untergrund belebt – oder zerstört“ siehe unten). Foto: Heinrich-Böll-Stiftung u.a. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat zu diesem Anlass den Bodenatlas herausgegeben. Ihr könnt euch das Magazin auch als pdf herunterladen: http://www.boell.de/sites/default/files/bodenatlas2015.pdf

Hier seht ihr das offizielle Video des Year of Soils:

http://www.youtube.com/watch?v=TqGKwWo60yE

Hier geht es zur deutschsprachigen Fassung:
http://globalsoilweek.org/media-publications/videos/lets-talk-about-soil/

Alles zum Thema Boden auf der Website des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe):
http://www.bgr.bund.de/Boden

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Nährstoffreicher Boden ist wichtig für die meisten Pflanzen.
Samen benötigen zum Wachsen nicht nur Wasser und Sonnenlicht, sondern auch den Boden, in dem sie sich verwurzeln können, um daraus ihre Nährstoffe zu ziehen.

Der Herbst – Pflanzenaufnahmen

Die Fruchtkapseln oder auch Schalen der Baum-Hasel wirken sehr bizarr.

Herbstspaziergänge im Wald, in den Berliner Parks oder einfach durch die Straßen von Berlin machen einen Sonntag zusammen mit einem Ingwer-Honig-Zitronen Tee und einem Stück Kuchen perfekt.

Hier kommen ein paar herbstliche Pflanzenaufnahmen der letzten vier Wochen…

In den nächsten Beiträgen werde ich mich wieder verstärkt auf einzelne Pflanzen konzentrieren. Für die Serie „Durch die Blume“ suche ich einen neuen Kandidaten. Wenn ihr also jemanden kennt (m/w), den ich interviewen kann oder sollte, dann meldet euch sehr gerne bei mir.

Die letzten Blumen im Herbst.
Die letzten Blumen im Herbst.
Die Blätter leuchten in kräftigen Farben.
Die Blätter leuchten in kräftigen Farben.
Eingeschlossen in diesen Samenhüllen, befindet sich jeweils eine Pflanzensame.
Eingeschlossen in diesen Samenhüllen, befindet sich jeweils eine Pflanzensame.
Die Fruchtkapseln oder auch Schalen der Baum-Hasel wirken sehr bizarr.
Die Fruchtkapseln oder auch Schalen der Baum-Hasel wirken sehr bizarr.
Beerenstrauch im Park
Diese blauen Beeren eines Strauches lichtete ich beim Spaziergang im Park am Falkplatz ab.
An einem Nachmittag im Oktober.
Dieses Bild entstand bei einem Spaziergang im Großen Tiergarten.

 

Der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow

Der Sonnenhut blüht im Botanischen Volkspark.

Ein Sonntagsspaziergang Anfang November

Wie würden Sie/würdet ihr einen Sonntagnachmittag Anfang November verbringen, wenn die Sonne scheint bei blauem Himmel und bei sage und schreibe 17 Grad? Auf jeden Fall draußen! Zum Mauerpark hinter den Touristen auf dem Mauerparkflohmarkt hinterherschlendern, war keine Option. Irgendwo in den Wald nach Brandenburg dauerte zu lange. Google half mir bei der Ideenfindung, so dass im Ergebnis der Botanische Volkspark in Blankenfelde-Pankow erschien.

Dorthin ging es also. Das dachten sich auch einige andere Frischluftgenießer! Es war voll dort! Vor den Münzautomaten, aus dem man sich für einen Euro sein Eintrittskärtchen ziehen musste, standen gefühlt 100 Leute. Es waren dann doch „nur“ 15. Es machte sich bereits die Angst in mir breit, dass die Sonne bereits um 16.30h untergeht und ich wertvolle Zeit mit Warten verbringen würde. Ging dann aber doch recht schnell, und ich schlenderte die breiten Wege entlang.

Ursprünglich diente das grüne Gelände als Schulgarten (1909) mit Bäumen und Pflanzen, die hauptsächlich aus den Wäldern Brandenburgs stammten.  Der Schulgarten war für die Anzucht und Lieferung von Pflanzenmaterial für den Botanik- und Zeichenunterricht in den Berliner Schulen vorgesehen. Auf dem Gelände gibt es auch Schaugewächshäuser. Diese entstanden in den 20er Jahren. Ebenso wie die Einrichtung des Arboretums.

Nach dem Krieg übernahm im Jahr 1952  Walter Ulbricht die Anlage zu Ausbildungszwecken. Es kamen Stallungen für Haustiere, Volieren und Gehege für Wildtiere hinzu für den Schulunterricht aber auch für die Nutzung durch Arbeitsgemeinschaften.

Der Botanische Volkspark Blankenfelde-Pankow ist seit 1995 öffentlich zugänglich und steht unter steht unter Denkmalschutz.

Aktuell existieren um die 6.000 Pflanzen, Stauden und Gewächse. Im Gewächshaus gibt ein kleines Café, das sogar an Wochenenden und Feiertagen geöffnet ist. Der Kuchen ist dort sehr empfehlenswert. Ebenso der Cappuccino.

Grün Berlin GmbH betreibt als Servicegesellschaft des Landes Berlin die Entwicklung und den Betrieb der Botanischen Anlage Blankenfelde.

Unter den folgenden drei Links gibt es weitere Informationen zum Botanischen Volkspark:

Website: Grün Berlin

http://www.stadtentwicklung.berlin.de/umwelt/stadtgruen/gruenanlagen/de/sondergruenanlagen/botanische_anlagen/pankow.shtml

http://de.wikipedia.org/wiki/Botanische_Anlage_Blankenfelde

Der Sonnenhut blüht im Botanischen Volkspark.
Der Sonnenhut ist eine Arzneipflanze, die bei Erkältungen hilft.
Ganz aus Glas.
Im Gewächshaus befindet sich ein nettes kleines Cafe mit leckerem Kuchen und Cappuccino.
Samenkapseln
Im Gewächshaus des Botanischen Volksparks gab es einige interessante Pflanzen zu entdecken.
Samenkapseln
Herbstfrüchte im Sonnenlicht.
Das Geld der Blätter leuchtet.
Der goldene Oktober wird zum goldenen November.
Auf dem Feld.
Ein schöner Herbsttag Anfang November.

 

Designblok Prague – Vasen, Blumenschmuck, Lampen- und Wohndesign in Prag

Bloom Bloom by Tjep: http://www.tjep.com/projects/works/accessories/bloom-bloom

Vom 07. – 12.10. war die designblok in Prag und ich bin extra aus Berlin mit dem Zug angereist, um mir die neuesten Trends im Bereich Wohndesign, Schmuck und Fashion anzuschauen. Da es im Rahmen dieser Designmesse mehrere Veranstaltungsorte gab, ich jedoch den Fashionbereich auslassen wollte, habe ich mich lediglich für das Art House ganz in der Nähe der Karlsbrücke entschieden.

In den Räumlichkeiten des Art House faszinierte mich besonders der so genannte Tree (Baum) der Künstlerin Eva Eisler. Diese metaphorische Bauminstallation ist das Ergebnis der Gewinnerin des Awards Czech Grand Design 2014 im Bereich Jewelry Designer of the year. In der Installation vereint die Künstlerin traditionelle Materialien wie Holz und Glas in einer Komposition mit symbolischer Bedeutung. Der Baumstamm und die Äste tragen organisch geformte Lichtobjekte, die die Früchte des Lebens darstellen. Die Formen sind aus geblasenem und sandgestrahltem Glas. Einige von ihnen hängen an den Zweigen, andere liegen auf dem Boden, was den Betrachter an den sich immer wiederholenden Lebenskreislauf erinnern soll. Die Motive Geburt und Sterben spielen hier die dominante Rolle.

Künstlerin Eva Eislers TREE auf der designblok in Prag.
Künstlerin Eva Eislers TREE auf der designblok in Prag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Boden liegende Objekte des symbolisierten Baumes.
Designblok Prague 2014

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Wunderschön fand ich auch die Vasen der Künstler Aleksandra Stencel und Patrik Illo. Für die desginblok 2014 arbeiteten die Glasdesigner an einem gemeinsamen Projekt „Illola Project“.

Herausgekommen sind Vasen mit Motiven aus der Natur mit Libellen, Schnecken, Raupen und Schmetterlingen. Dieser Linie gaben Stencel und Illo den Namen „Secret Garden“.

Weitere Infos zu Aleksandra Stencel gibt es hier: http://www.aleksandrastencel.pl/ und auch unter diesem Link: http://www.bratislavadesignweek.sk/en/aleksandra-stencel-2/

Ein paar Infos zum Glasdesigner Patrik Illo habe ich hier gefunden: http://www.rona.sk/746/patrik-illo/

Vasen der Serie Secret Garden auf der designblok 2014 in Prag.
Vasen der Serie Secret Garden auf der designblok 2014 in Prag.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es gab auf der designblok 2014 natürlich noch jede Menge mehr an tollen Designs zu entdecken. Im Folgenden gibt es eine kleine Auswahl an Objekten. Jedoch ohne große Erläuterung…

Bloom Bloom by Tjep: http://www.tjep.com/projects/works/accessories/bloom-bloom
Bloom Bloom by Tjep: http://www.tjep.com/projects/works/accessories/bloom-bloom
Blau-weiße Keramikvasen.
Blau-weiße Keramikvasen.

 

Pilze auf grünem transparentem Glas.
Pilze auf grünem transparentem Glas.
Ice drops. Water with Chanel perfume.
Ice drops. Water with Chanel perfume.

 

 

 

 

Warum verfärben sich im Herbst die Blätter der Bäume?

Schnecken lieben feuchten Waldboden.

Waldspaziergang Sacrower See

Sonntag habe ich einen letzten warmen Herbsttag genossen und einen langen Spaziergang mit Freunden am Sacrower See unternommen. Der Sacrower See liegt in einem bewaldeten Naturschutzgebiet – dem Königswald nördlich von Potsdam. Rund um den See kann man mit dem Mountainbike fahren, spazieren und wandern gehen und wundervoll am See picknicken. Der Königswald, der den Flachlandsee umgibt, besteht aus Nadelhölzern und Laubbäumen.

Die Luft roch wunderbar frisch und warm. Die Sonne glitzerte über den See und ließ die sich verfärbenden Blätter der Bäume golden schimmern. Typisch goldener Oktober. Es waren unglaubliche 22 Grad! Ich genoss jeden Schritt, den ich auf dem weichen Wald- und Seeweg hinterließ und fotografierte ganz viele Blätter. Wie naheliegend! 😉

Warum verfärben sich die grünen Blätter?

Warum sich die grünen Blätter im Herbst gelb und braun verfärben und irgendwann vom Baum oder Strauch abfallen? Das ist ganz einfach zu erklären: Die Blätter sind im Sommer noch schön kräftig grün. Die Pflanze bzw. die Bäume stehen in vollem Saft. In unseren sogenannten gemäßigten Breiten mit vier Jahreszeiten nutzen die Laubbäume im Herbst und Winter die Gelegenheit, eine Ruhepause einzulegen, damit sie im Frühjahr wieder voller Kraft von Neuem sprießen können und ein neues Blattwerk entwickeln. Wenn also im Herbst die Tage nach und nach kürzer werden, und die Nächte schon deutlich kühler sind, signalisiert dies den Bäumen, ihren wichtigen grünen Blattfarb- und Nährstoff (Chlorophyll) zu entziehen, um diesen in ihre Wurzeln leiten zu können. Das Chlorophyll ist der wichtigste Bestandteil der Blätter, um das Sonnenlicht einzufangen und dann mit Hilfe von Kohlenstoffdioxid und Wasser zu wachsen. Jedes Jahr aufs Neue.

Chlorophyll überdeckt die anderen Farbstoffe der Blätter

Indem  die Bäume diesen Nährstoff im Herbst in die Wurzeln leiten, legen sie sich also eine Energiequelle an, um im nächsten Frühjahr erneut austreiben zu können. Dies geschieht bei uns – je nach Temperatur – überwiegend im April und Mai.

Das Farbstoffe Karotin und Anthocyan erzeugen können erst im Herbst sichtbar werden und diese wundervollen warmen Herbstfarben erzeugen, wenn der grüne Farbstoff Chlorophyll sie nicht mehr überdeckt.

Schutz vor Verdunstung

Dann erfolgt der Blattabwurf. Die Laubbäume schützen sich somit selbst; denn einerseits würde durch die Blätter im Winter zu viel Wasser verdunsten und andererseits würde das in den Blättern enthaltene Wasser zu Eiskristallen gefrieren und damit die Blätter zerstören. Der Abfall des Laubes ist also ein wirksamer Verdunstungsschutz. Zusätzlich werden beim Laubabfall auch mit den Blättern gespeicherte Giftstoffe abgeworfen, die sich im Laufe des Sommers  in den Blättern angesammelt haben. Diese Giftstoffe sind zum einen Stoffwechsel-Endprodukte und zum anderen gespeicherte Umweltgifte.

Das Laub verfärbt sich auch im Königswald am Sacrower See.
So langsam hält der Herbst Einzug in Deutschland.
Waldspaziergang mit Freunden.
Die letzten warmen Sonnenstrahlen genießen.
Nadelbäume um den Sacrower See.
Der Sacrower See liegt im Königswald.
Die letzten warmen Sonnenstrahlen.
Die letzten warmen Sonnenstrahlen lassen den Sacrower See glitzern.
Noch hängen ein paar grüne Blätter an den Bäumen.
Es gab noch einige grüne Blätter an den Bäumen. Doch bald werden sie ihr ganzes Laub abgeworfen haben.
Schnecken lieben feuchten Waldboden.
Fast wäre ich auf diese kleine Schnecke getreten.
Am Sacrower See gibt es einige Birken.
Am Sacrower See gibt es einige Birken.
Bäume werfen im Herbst zum Schutz ihre Blätter ab.
Bäume werfen im Herbst zum Schutz ihre Blätter ab.

 

Der Nationalpark Plitvicer Seen

Der Waldwachtel-Weizen blüht auch im September in Kroatien.

Der Nationalpark Plitvicer Seen war ein weiteres Highlight meiner Kroatienrundreise im September. Leider war an dem Tag, als ich mich zu den Plitvicer Seen aufmachte, schlechtes Wetter. Dunkelgraue Wolken lagen schwer über den 294,82 quadratkilometergroßen Nationalpark. Das Besondere an den Plitvicer Seen sind 16 Seen, die in einer Länge von 8.200 Metern durch größere und kleinere Wasserfälle miteinander verbunden sind. Der Höhenunterschied vom höchsten zum niedrigsten See beträgt 150 Meter.

Bereits seit dem 26. Oktober 1979 gehören die Plitvicer Seen dem Kultur- und Naturerbe der UNESCO-Liste an. Zur Entstehungsgeschichte des Naturgebietes gibt Wikipedia Auskunft: http://de.wikipedia.org/wiki/Nationalpark_Plitvicer_Seen

Trotz des trüben Wetters war es wunderschön, an den Seen entlang spazieren zu gehen und sich mit Blick auf die zahlreichen Wasserfälle und das glasklare Wasser verwöhnen zu lassen. Der Geruch der feuchten Luft und der ersten Herbstblätter des Buchenwaldes, durch den ich spazieren ging, sorgte für Entspannung.

Ein paar Pflanzen, wie den Fransen-Kleinenzian oder den Waldwachtel-Weizen, haben es vor meiner Kameralinse geschafft. Insgesamt soll es hier über 1.200 Pflanzenarten geben, davon 55 Orchideen.

Das Nationalparkgebiet ist von dichten Wäldern umgeben. Eine Besonderheit stellt ein 79,50 Hektar großes Urwaldgebiet im Nordwesten des Parks dar. Die dortigen Buchen und Tannen sollen ein Alter von bis zu 700 Jahren erreichen.

Der Waldwachtel-Weizen blüht auch im September in Kroatien.
Hier blüht auch der Waldwachtel-Weizen.
Wunderschöne Wasserfälle
Ein Wasserfall nach dem anderen kann man im Nationalpark Plitvicer Seen bestaunen.
Baumstamm im Regen
Ein Baumstamm liegt im Wasser.
Die Blumenwelt des Nationalparks Plitvicer Seen beherbergt 55 Orchideenarten.
Wer kennt diese Pflanze?
Über 1.200 Pflanzenarten gibt es im Nationalpark Plitvicer Seen.
Ich nehme an, dass dies ein Fransen-Kleinenzian ist.
Ein Hagebuttenstrauch rechts im Bild.
Glasklares Wasser und eine tolle Flora.
Glasklares Wasser im Nationalpark Plitvicer Seen
Das Wasser des Nationalpark Plitvicer Seen ist glasklar und trinkbar.