Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam

Eröffnung der Orchideenblüte und Bloggerevent

Am 17. März eröffnete die Ausstellung zur Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam. Im Rahmen dieser Eröffnung fand auch ein Bloggertreffen statt, zu dem ich eingeladen worden bin. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung von Daniela, Isabel und Katja, den Marketingmädels der Biosphäre,  bekamen wir als Begrüßungsdrink einen köstlichen antialkoholischen Fruchtcocktail mit einer essbaren Orchidee (Karma-Orchidee).

Orchideenexpertin führte durch Biosphäre

Die Orchideen kommen aus dem Orchideengarten Karge nahe Lüneburg. Die Inhaberin des Orchideengartens, Marei Karge-Liphard, die gleichzeitig Expertin auf dem Gebiet der Orchideen ist, führte uns mit viel Fachwissen durch die Biosphäre und gab uns ein paar interessante Pflegetipps. Auch räumte sie mit Mythen rund um die Orchidee auf…

Wusstet ihr, dass Orchideen frühestens mit sieben Jahren blühen? Es gibt sogar Orchideenarten, die fangen erst mit 14 Jahren zu blühen an.

Phalaenopsis – die uns bekannteste Orchideenart

Die bekannteste Orchideenart ist die Phalaenopsis. Ihr kennt sie auf jeden Fall. Sie wird auf jedem Markt und in jedem Blumenladen verkauft. Da diese Orchideen an einen Schmetterling erinnern, nennen wir sie auch „Nachtfalter-Orchidee“ oder auch „Malaienblume“. Sie stammt aus den tropischen Regenwäldern Südost-Asiens.

Orchideen wachsen mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent. Aufgrund ihrer enormen Vielfalt gibt es Orchideen fast in jeder Ökozone (nicht in Wüsten). Selbst oberhalb des nördlichen Polarkreises oder in Patagonien und den dem ewigen Eis des Südpols vorgelagerten Inseln, z. B. Macquarie Island gibt es Orchideen. Der Großteil der Arten wächst allerdings in den Tropen und Subtropen, hauptsächlich in Südamerika und Asien. In Europa gibt es etwa 250 Arten. In Australien gibt es rund 800 Arten, in Afrika 2.000, in Südamerika sogar rund 9.000. Sage und schreibe  14.000 Arten gibt es in Asien.

Skandinavier haben eine Lieblingsorchidee

Die Coelogyne Cristata ist eine weiße Orchidee aus Nepal. Sie ist in Skandinavien sehr beliebt – vor allem als Hochzeitsdeko. Umgangssprachlich kennt man sie auch unter den Begriffen „Frauenhöhle“ oder „Schneekönigin“.

Die Geschichte um den „Frauenschuh“

Die Paphiopedilum Orchidee ist bei uns als „Frauenschuh“ oder auch „Venusschuh“ bekannt, weil die Lippe der Blüten eben wie ein Schuh aussieht. Was hat die Göttin Venus damit zu tun? Frau Karge wusste die Antwort: Der Legende nach hielt Venus ein Schäferstündchen. Wurde dabei aber entdeckt und musste fliehen. Dabei verlor sie ihren goldenen Schuh, der sich dann in die Pflanze verwandelte, als ein Sterblicher den Schuh für die Göttin mitnehmen wollte. Diese Orchidee erinnert an eine fleischfressende Pflanze. Jedoch sind Orchideen generell keine Fleischfressenden!

Kauft keine Orchideensamen im Internet

Zum Anpflanzen von Orchideensamen benötigt die Pflanze einen speziellen Pilz – einen Fadenpilz. Dies muss im Labor durchgeführt werden.Die Fäden dieses Pilzes wandern in die Samenzelle der Orchidee, wo sie zersetzt und als Nahrung aufgenommen werden. Ohne diesen Pilz können die Keimlinge nicht überleben. Pflanzensamen von Orchideen im Internet zu kaufen, sei laut der Orchideenexpertin, herausgeschmissenes Geld, da sie ohne Pilz nicht wachsen können; denn die Samen haben kein Nährgewebe.

Nicht alle Orchideen duften angenehm

Eine Orchideenart, die Bulbophyllum nymphopolitanum stinkt sehr stark, weil sie von Aasfliegen bestäubt wird. Um diese anzulocken, produziert sie diesen extremen Geruch.

Nicht pflücken!

Entdeckt man Orchideen in der freien Natur, darf man sie nicht abpflücken, ausgraben etc. Sie darf von ihrem natürlichen Standort nicht entfernt werden.

Die wohl wertvollste Orchidee kommt aus Peru

Zum Abschluss zeigte Frau Karge uns in einer Glasvitrine eine Phragmipedium kovachii. Eine Orchidee aus Peru, die um die 800 € kostet und damit einer der wertvollsten Orchideenart der Welt ist. James Michael Kovach entdeckte sie 2002. Lest die Geschichte der Entdeckung hier: James Michael Kovach entdeckt Orchidee in Peru.

Pflegetipps

Und hier noch ein paar Pflegetipps: Den Topf mit der Orchidee einmal pro Woche richtig nass machen. Nicht jeden Tag und auch nicht jeden zweiten oder so gießen; denn Staunässe mag die Pflanze nicht. Ich selbst mache es so: Ich nehme die Orchidee aus dem Übertopf heraus und halte den Topf unter einem laufenden Wasserhahn mit lauwarmen Wasser für circa zehn Sekunden. Orchideen müssen nicht gedüngt werden. Sie sind sehr genügsam. Und: ihr dürft sie umstellen. Also an einem anderen Ort in eurer Wohnung. Was Orchideen nicht mögen, weil sie dann „verbrennen“, ist starke Sonneneinstrahlung. Im Frühling/Sommer solltet ihr sie also nicht auf eine Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung stellen. Lieber einen Meter in den Raum hinein stellen! Generell ist direkte Sonneneinstrahlung nicht so beliebt unter den Orchideen.

Die Orchideenblüte könnt ihr noch bis zum 1. Mai 2016 in der Biosphäre Potsdam bestaunen!!

_MG_4648_logo
Marei Karge-Liphard, Orchideenexpertin des Orchideengartens in der Nähe von Lüneburg.
IMG_4646_logo
Begrüßungscocktail mit essbarer Orchidee.

_MG_4819_logo

_MG_4815_logo
Brassia Tosca

_MG_4801_logo

_MG_4796_logo
Pinke Blüte
_MG_4654_logo
Rosafarbene Phalaenopsis
_MG_4661_logo
Pinkrote Orchidee
_MG_4664_logo
Phalaenopsis mit kleinen Punkten in hellrosa.
_MG_4669_logo
Der Frauenschuh – Paphiopedilum
_MG_4674_logo
Burrageara Nelly Isler Orchidee
_MG_4676_logo
Pinke Phalaenopsis-Hybride
_MG_4679_logo
Im Schmetterlingshaus der Biosphäre wurden ebenfalls Orchideen „ausgestellt“.
_MG_4681_logo
Pinke Vanda-Blüte
_MG_4682_logo
Vanda-Orchidee in Blau
_MG_4683_logo
Vanda Orchidee
_MG_4686_logo
Rote Blüte
_MG_4689_logo
Ludisia discolor Orchideen
_MG_4705_logo
phragmipedium kovachii
_MG_4717_logo
DIY-Projekt – Osterkranzbasteln mit wunderschönen Cymbidium-Orchideen.
_MG_4724_logo
Das ist das Ergebnis des selbstgebasteltem Osterkranzes.
_MG_4733_logo
Phalaenopsis
_MG_4735_logo
Phalaenopsis Hybride
_MG_4739_logo
Diese gelbe Orchidee sieht aus wie ein großes Insekt.
_MG_4749_logo
Phalaenopsis Hybride
_MG_4754_logo
Wunderschöne pink-rosane Orchideenblüte
_MG_4757_logo
Schmetterlingsorchidee
_MG_4763_logo
Phalaenopsis Orchidee in Weiß.
_MG_4766_logo
Pink gepunktete Blüte
_MG_4767_logo
Phalaenopsis Hybride
_MG_4778_logo
Miltonia Orchidee
_MG_4769_logo
Cambria Orchidee
_MG_4782_logo
Kleine Orchideenblüte

_MG_4785_logo

_MG_4792_logo
Vanda-Orchidee in violett
_MG_4657_logo
Caelogyne cristata
Advertisements

Portugal und die Korkeichen

In Portugal wächst die Korkeiche auf einem Gebiet von 750.000 Hektar.

Im September sind mein Mann und ich zwei Wochen in Portugal gewesen. Urlaub! Endlich! Natürlich nicht ohne meine Kamera. Die kargen Felder durchbrachen riesig große Flächen von Bäumen: Korkeichen, Pinien, Olivenhaine, aber auch Wein. Am meisten war ich angetan von den rötlich-orangenen Stämmen der Korkeichen – dem so genannten Splintholz.

Korkeichen werden 150 – 400 Jahre alt – je nachdem, ob sie beerntet werden oder natürlich wachsen. Sie sind sehr dürrebeständig. Es gibt sie im westlichen Mittelmeerraum. Ihr Laub ist immergrün. Die Korkschichten des Stammes dienen der Korkproduktion. Leider gibt es sehr viele Accessoires aus Kork, die kein schönes Design haben und für mich eher sehr ramschig sind und keinerlei ästhetischen Anspruch zu haben scheinen. Mir sind vor allem in den Touristengegenden Korktaschen, Korkportemonnaies, mit Kork ummantelte Stifte und Korkuntersetzer aufgefallen. Dabei dient Kork auch sehr gut der Wärmeisolierung als Korkparkett für Fußböden und zur Lärmdämmung. Den größten Anteil machen jedoch nach wie vor Flaschenkorken aus, auch wenn andere Materialien dem Kork für den Flaschenverschluss Konkurrenz machen und damit sogar die Artenvielfalt von Korkanbaugebieten gefährden.

Der Kork besteht aus abgestorbenen, mit Luft gefüllten, dünnwandigen Zellen. Eine Korkeiche produziert nach der Ernte eine neue Korkschicht. Die erste Ernte erfolgt nach etwa 12 bis 15 Jahren bei einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 Zentimetern.

Weitere Infos auch unter Wikipedia!

Die Korkeichen prägen die Landschaft in Portugal.
Die Korkeichen prägen die Landschaft in Portugal.
Das Splintholz ist bereits nachgedunkelt. Die Korkernte liegt hier schon ein wenig länger zurück.
Das Splintholz ist bereits nachgedunkelt. Die Korkernte liegt hier schon ein wenig länger zurück.
Eine Korkeiche frisch nach der Korkernte.
Eine Korkeiche frisch nach der Korkernte.
In Portugal wächst die Korkeiche auf einem Gebiet von 750.000 Hektar.
Die Korkschichten des Stammes werden zur Korkgewinnung genutzt.

Welche Blumendekoration ist für eure Hochzeit 2015 angesagt?

Hochzeiten ohne Blumendeko?! Das kann sich sicherlich niemand von euch vorstellen! Doch welche Blumen sind erlaubt? Welche Farben könnt ihr miteinander kombinieren und wer kümmert sich um einer der wichtigsten Anlässe für Blumendeko überhaupt?

Ich bat Bloggerin Marina, die den Hochzeitsblog weddingzone betreibt, um ihre Meinung:

BlumensindPflanzen: Seit wann betreibst Du die Website weddingzone und was war der Grund für das Schreiben für diese Website?

Marina von weddingzone: Die Seite http://www.weddingzone.de haben wir erst vor kurzem gestartet, weil wir ein Info-Portal erstellen wollen, das sich mit sämtlichen Aspekten der Planung einer Hochzeit beschäftigt. Wir betreiben Weddingzone als kleines Team.

BlumensindPflanzen: Der Frühling ist endlich da! Welche Blumen eignen sich am besten für eine Frühlingshochzeit und warum?

weddingzone: Als Blumen der Saison bieten sich filigrane Schwertlilien oder Zwiebelblumen für den Tischschmuck an. In den Brautstrauß passen die robusteren Hortensien oder klassische Rosen, zum Beispiel in Weiß. Etwas Besonderes ist der exotische Jasmin. Liebhaber einheimischer Pflanzen sollten über Pfingstrosen als Dekoration nachdenken. Diese Blumen haben alle entweder strahlende, fröhliche Farben oder leichte Pastelltöne, die man auch miteinander kombinieren kann.

BlumensindPflanzen: Wie viele verschiedene Pflanzen und Blumen kann man auf einer Hochzeitsfeier kombinieren?

weddingzone: Dazu gibt es keine feste Regel. Das Gesamtbild sollte harmonieren. Die Farben müssen zusammenpassen oder kontrastieren. Wie überall gilt: Weniger ist mehr. Eine einzelne Blüte in der richtigen Vase ist schlicht, aber nicht weniger schön als ein üppiger Strauß.

BlumensindPflanzen: Was sollte alles mit Blumen dekoriert sein? Welche Blumendeko wofür (Kirche, Kopfschmuck, Tischdeko, Location allgemein)?

weddingzone: Der Trend geht zu größerer Dekoration, die gleichzeitig natürlich wirkt: keine festen Gestecke und erzwungene Formen, sondern ein „wie frisch gepflückt“-Gefühl. Ein Kopfschmuck passt nicht zu jeder Braut, denn dafür darf die Dame nicht zu klein und zart sein, sonst lenken die Blumen von ihr ab. Blumen als Tischdekoration sind immer dann gut, wenn sie das Farbschema der Feier aufgreifen und den gedeckten Tisch auflockern. Wenn die Tische aber klein sind, muss auch hier auf große Gestecke verzichtet und lieber zu Vasen gegriffen werden. Die Blumen sollten nie von der eigentlichen Feier ablenken, sondern lediglich als schönes Extra dienen. Tipp für kleine Geldbeutel und großes Umweltbewusstsein: Blumengestecke aus der Kirche später als Tischdeko wiederverwenden.

BlumensindPflanzen: Wo bekommt man die Blumendeko her? Gibt es Floristen, die du empfehlen kannst? Oder weitere Blogs speziell für Blumendeko?

weddingzone: Natürlich zunächst der lokale Florist, der bestimmt nützliche und persönliche Hinweise parat hat und vielleicht auch Rabatt gibt. Exoten oder fertige Sträuße können auch online bestellt werden – hier müssen Lieferzeiten eingeplant werden. Wer es sich leisten möchte, dem würde ich Blumenabonnements empfehlen, die regelmäßig frische Sträuße für die Wohnung liefern. Die Online-Ausgaben von Living at Home und Brigitte zeigen immer wieder schöne Blumenarrangements und auch bei Youtube finden sich einige Inspirationen für schöne Blumendekorationen.

BlumensindPflanzen: Was sind Deine Lieblingsblumen?

weddingzone: Ich selbst mag sehr gerne Tulpen, Dahlien und Flieder, Sträuße aus Wiesenblumen sowie Dekorationen aus Trockenblumen oder Zweigen mit kleinen Blüten.

Blumenstrauß in einer Vase für die Tischdeko zur Hochzeit.
Bei der Tischdeko gilt oft weniger ist mehr! Ein kleiner Blumenstrauß in einer Vase macht of tmehr her als eine zu üppiges Blumengesteck, dass die Hälfte des Tisches bedeckt.
Der Brautstrauß kann bunt sein, aber auch einfarbig.
Der Brautstrauß kann bunt sein, aber auch einfarbig.
Rosen sind immer gut für die Hochzeitsdeko geeignet.
Rosen sind immer gut für die Hochzeitsdeko geeignet.

Selfmade Schmucksteine aus echten Blüten

steinbienchen fertigt allerlei Tragbares aus echten Pflanzen.

Findet ihr Do-It-Yourself (DIY) Produkte genauso toll wie ich? Das WWW ist derzeit überschwemmt davon. Massenware war gestern. Selbstgemachte Unikate sind absolut im Trend. Mittlerweile können wir fast alles selbermachen. Materialien für Schmuck und Co. gibt es entweder online zu kaufen oder im nächsten Baumarkt. Meistens fehlt uns dazu leider nur die Zeit. Manchmal auch das Geld, um sich besondere Materialien zuzulegen.

Ich bin letztens auf facebook auf ein tolles Schmucklabel aufmerksam geworden. Steinbienchen aus Österreich! www.steinbienchen.at. oder auch auf facebook: https://www.facebook.com/steinbienchen

steinbienchen fertigt allerlei Tragbares aus echten Pflanzen. Gefertigt wird auch auf Bestellung nach Wunsch – handbestempelte Messingplättchen mit Namen oder Datum machen die Stücke einzigartig.

Kurzentschlossen habe ich mich mit Andrea Ellmauer, der Inhaberin dieses Labels in Verbindung gesetzt und sie für Blumen sind Pflanzen interviewt:

BlumensindPflanzen: Andrea, was hast Du eigentlich beruflich gemacht, bevor Du Schmuckdesignerin geworden bist? Und war es in der ersten Zeit schwer, einen Kundenstamm aufzubauen? Schließlich gibt es ja sehr viele, die Schmuck selber entwerfen und herstellen.

Andrea Ellmauer (Steinbienchen): Ich habe als Kind schon viel gebastelt, Schmuck aus Silberdraht und Glasperlen hergestellt und wollte so lang ich denken kann, Goldschmied werden. Da ich aber keine Lehrstelle fand, besuchte ich die Handelsakademie, die mir nicht wirklich Spaß machte. Nach der Matura und einem Auslandsaufenthalt in England arbeitete ich in einer Bank, was aber auch sehr trocken und überhaupt nicht kreativ war. Also wechselte ich in ein Hotel an die Rezeption, wo mir der Umgang mit Menschen und Sprachen schon mehr Freude bereitete. Durch die Geburten meiner drei Kinder innerhalb von 3 ½ Jahren blieb ich zu Hause, arbeitete zwischendurch von daheim aus und jetzt, da die Kinder erwachsen sind, habe ich endlich Zeit, meine kreative Ader auszuleben. Ich habe mir einen Kundenstock im Internet aufgebaut, das lief ziemlich gut. Mittlerweile bieten extrem viele  selbstgemachten Schmuck an und ich musste mir etwas einfallen lassen. So bin ich auf die gepressten Blüten gekommen, hab viel mit Harz und anderen Einlassmischungen experimentiert.

Mit -steinbienchen- habe ich mir ein kleines Label aufgebaut, das sehr gut läuft. Meine Produkte verkaufe ich hauptsächlich auf Messen und in meinem online-Shop, auch wenn hier der Markt ziemlich voll ist. Vor allem Dolden und Margariten kann man bereits fertig eingelassen als Cabochons kaufen und muss sie nur mehr in Fassungen kleben. Darum versuche ich bei diesen Blüten durch die Wahl einer anderen Hintergrundfarbe und durch besondere Schmuckfassungen, die teilweise aus mehreren Einzelteilen bestehen, etwas aus der Masse hervorzutreten, damit man auch sieht, dass ich die Pflanzen selbst eingelassen habe.
BlumensindPflanzen: Welche Blumen sind deine absoluten Lieblingsblumen? Hast du einen eigenen Garten oder Balkon? Woher nimmst du die Blüten für deinen Schmuck?

Steinbienchen: Ich beziehe meine Inspiration und viele Pflanzen aus meinem Umfeld – ich gehe mit offenen Augen durch die Welt. Bei jedem Spaziergang habe ich mittlerweile ein Schächtelchen dabei, für alles, wie z. B. Moos, Farn, Disteln, Ahornsamen, Rinde, Zweige, Knospen, Waldrebensamen und auch Pflanzen, deren Namen ich gar nicht kenne. Mein Mann muss dann jedesmal warten und wir kommen oft nicht weit 🙂 Ich verwende als Hintergrund auch Textauszüge aus alten Büchern. Die Kraft des einzelnen Wortes bestimmt somit oft das Thema eines Anhängers.

Auch habe ich einen Garten, dort pflücke ich vor allem die üblichen Pflanzen wie z.B. Gänseblümchen, Lavendel, Mohnkapseln, Pusteblumen vom Löwenzahn. Ich verwende aber auch Pflanzen, die ich unter anderem zum Beispiel in Läden in einem Dekopotpourri oder in einer Gärtnerei oder in Kräutertees finde (man möchte nicht meinen, wie schön gelb z.B. Ringelblumen oder Huflattich aus einer Teemischung leuchten)… – vor mir sind keine Pflanzen sicher 🙂 Einiges stammt auch von Kunden selbst. Meine vierblättrigen Kleeblätter z.B. wurden ein Leben lang von einer lieben alten Dame gesammelt, die ich für sie zu vier Anhängern verarbeitet habe. Alle anderen durfte ich behalten. Auch Holzspäne oder Holzwolle, die als Verpackung für Weinflaschen dienen, machen sich wunderbar in einem Anhänger, auf dem z.B. die Worte …Wald, Baum… zu lesen sind. Der Phantasie sind absolut keine Grenzen gesetzt.

Eine Lieblingsblume habe ich keine. Mir persönlich gefallen einzelne, im Wald gefundene Pflanzen wie Waldrebensamen viel besser als Blüten, die ich häufig verwende, wie z.B. Vergissmeinnicht. Die größere Nachfrage besteht allerdings nicht nach diesen Einzelstücken, die ich so besonders schön finde, sondern nach dem, was man häufiger bekommt, wie z.B. Dolden, Pusteblumen und Margariten.

BlumensindPflanzen: Wie machst du diese Blumen für den Schmuck haltbar? Spezielle Technik? Wie lange „sitzt“ du insgesamt an einem Schmuckstück?

Steinbienchen: Anfangs habe ich nur Bilder und Glasperlen für meinen Schmuck verwendet. Die Kunst des Selbermachens besteht für mich darin, aus all diesen Einzelteilen mit Pflanzen, Buchauszügen und Farbe ein stimmiges Ganzes zu kreieren. Nicht alles hat so geklappt, wie ich mir das vorgestellt hatte – doch nach vielen Nachtschichten, verklebten Fingern, grün angelaufenen Hintergrundbildern und „verhauten“ Schmuckstücken, habe ich meine ganz eigene Technik gefunden, die gleichzeitig mein Betriebsgeheimnis ist und die je nach Blüte varriert. Eingeklebt werden diese so entstandenen Glas-Pflanzen-Steine dann in fertige Schmuckfassungen, die ich zukaufe. So wie ein Schneider Stoffe nicht selbst webt, Garn nicht selbst spinnt und fertige Knöpfe und Reißverschlüsse kauft, kaufe ich Schmuckfassungen/-elemente sowie das Glas.

Von der Pflanze bis zum fertigen Schmuckstück sind es viele Arbeitsschritte, kein Anhänger kann einfach mal so in ein paar Minuten fertig gestellt werden. Das Sammeln, Pressen, Einlassen, Trocknen, Lackieren, Einkleben usw… dauert seine Zeit und zieht sich über gut 1-2 Wochen, je nach Art der Pflanze und ob ich sie selbst gepflückt oder z.B. aus einem Potpourri oder fertig aus einem Laden oder vom Gärtner habe. Vieles presse ich auch auf Vorrat, sodass ich bei Sonderbestellungen mit Kundentexten oder Kundenbildern die passende Blüte parat habe.

Viele Anhänger sind aber auch Einzelstücke, die zufällig entstanden sind, und die ich so gar nicht mehr herstellen kann, da allein schon die Wörter aus den Büchern nicht nochmals vorkommen oder auch das Einlassen bei einigen Pflanzen nicht so gut funktioniert hat. Außerdem verändern sich Blüten, da sie ein Naturprodukt sind, und können mit der Zeit ihre Farbe verlieren oder verblassen. Dies ist nicht bei allen Blüten gleich, hier verändern sich Vergissmeinnicht besonders stark und können gelblich werden. Es ist immer ein Experiment, da man nie weiß, wie lange die Farbe hält, denn wirklich haltbar machen, kan ich Pflanzen hier nicht. Die Form bleibt, aber die Farbe vergeht. Vor allem bei Sonnenlicht bleicht die Pflanze schneller aus. Wer nicht möchte, dass sein Vergissmeinnicht im Anhänger heller wird, der muss eben ein Foto einer Blüte und keine echte Blüte tragen. Aber genau diese Veränderung verleiht den Stücken auch etwas Magisches. Nichts bleibt ewig. Alles ist im Fluss. Das Leben ist Veränderung.

BlumensindPflanzen: Was möchtest du dem Leser noch mit auf den Weg geben?

Steinbienchen: Ich bin dankbar dafür, dass ich meine Berufung zum Beruf machen durfte. Ich denke, dass jeder im Leben etwas besonders gut kann und dass man seine Ziele stets im Auge behalten sollte, auch wenn manches seine Zeit dauert. Alles was man auf dem Weg zum Ziel tut, sollte man mit soviel Freude wie möglich machen, alles hat seinen Sinn. Man muss nur dran bleiben, irgendwann kommt man ans Ziel. Auch wenn es bei mir ein halbes Jahrhundert gedauert hat 🙂 Hartnäckigkeit lohnt sich und auch hier gilt: Das Leben ist Veränderung.

Von der Pflanze bis zum fertigen Schmuckstück sind es viele Arbeitsschritte, kein Anhänger kann einfach mal so in ein paar Minuten fertig gestellt werden. Das Sammeln, Pressen, Einlassen, Trocknen, Lackieren, Einkleben usw... dauert seine Zeit und zieht sich über gut 1-2 Wochen, je nach Art der Pflanze.
Von der Pflanze bis zum fertigen Schmuckstück sind es viele Arbeitsschritte, kein Anhänger kann einfach mal so in ein paar Minuten fertig gestellt werden. Das Sammeln, Pressen, Einlassen, Trocknen, Lackieren, Einkleben usw… dauert seine Zeit und zieht sich über gut 1-2 Wochen, je nach Art der Pflanze.
Vierblättrige Kleeblätter, die von einer älteren Dame gesammelt wurden.
Vierblättrige Kleeblätter, die von einer älteren Dame gesammelt wurden – nun in einem Schmuckstein verarbeitet.
Gefertigt wird auch auf Bestellung nach Wunsch - handbestempelte Messingplättchen mit Namen oder Datum machen die Stücke einzigartig.
Gefertigt wird auch auf Bestellung nach Wunsch – handbestempelte Messingplättchen mit Namen oder Datum machen die Stücke einzigartig.
Entstehungsprozess eines Schmucksteins. Fotos: Andrea Ellmauer
Entstehungsprozess eines Schmucksteins. Fotos: Andrea Ellmauer
Andrea Ellmauer mit ihrem Label steinbienchen auf dem Dawanda Designmarkt in München (Sommer 2014): "Letzter prüfender Blick vor dem Messestart"
Andrea Ellmauer mit ihrem Label steinbienchen auf dem Dawanda Designmarkt in München (Sommer 2014): „Letzter prüfender Blick vor dem Messestart“

Aktuelle Ausstellungs-/Messe-Termine von Steinbienchen:

*SALZBURG, Gwandhaus, 14.-15. März.
*LINZ, Tabakfabrik, 21.- 22. März
*AMSTETTEN, feierl. Neueröffnung Autohaus Schneckenleitner, 10.-11. April
*WELS, Kreativmesse Wels, 17./ 18./19. April
*INNSBRUCK, Hafen, 25.-26. April
*SALZBURG, Gwandhaus, 9.-10. Mai
*SALZBURG, Brotfabrik, Mai/Juni ? (genaues Datum folgt)
*D-PASSAU, Redoute Säle, 6.-7. Juni
*SEEHAM, Thurerhofs Kräuterwelt 5. Juli

In diesen Geschäften gibt es Steinbienchens Blumenschmuck zu kaufen:
*VillaNo.9
Wiener Str. 24
A-3300 Amstetten*
.
*JuSt taschen + mehr
Jutta Steinbauer
Vorstadt 2
D-94486 Osterhofen*
.
*Vienna to go
linke Wienzeile 40/17
A-1060 Wien*

Was mache ich mit meinem Glücksklee?

Der vierblättrige Sauerklee wächst bei uns nicht auf der Wiese, sondern wird vor allem als Glücksbringer für Silvester herangezogen und verkauft.

Sucht man auf einer Wiese nach einem vierblättrigen Kleeblatt, so kann man mitunter lange suchen; denn diese sind extrem selten. Bei uns ist eher das dreiblättrige Kleeblatt geläufig. Ein vierblättriges ist eher eine Mutation – eine Ausnahme von der Regel. Da ein vierblättriges Kleeblatt jedoch als Glücksbringer gilt und nicht ein dreiblättriges, wurde es ursprünglich Anfang des 19. Jahrhunderts in England als Zierpflanze eingeführt. Seine natürliche Herkunft ist allerdings Mexiko und die nordwestliche Region des Himalaya. Der Klee hat sich mittlerweile auch in Europa und Asien, aber auch in Australien, Afrika und Nordamerika ausgebreitet.

Der Glücksklee wird auch vierblättriger Sauerklee genannt und gehört zur Gattung Sauerklee. Seine Blütezeit ist von Juni bis Oktober. Sie kennen den Glücksklee wahrscheinlich hauptsächlich von Ihrem Floristen nebenan, der ihn in kleinen Töpfchen mit weiteren Glücksbringern, wie ein goldenes Hufeisen aus Papier, einen Schornsteinfeger und einen kleinen Fliegenpilz aus Plastik versehen ist.

Ich habe zu Silvester auch ein Töpfchen mit diesem Klee geschenkt bekommen. Da der Klee mehrjährig ist, sollten Sie ihn im neuen Jahr nicht einfach wegwerfen, sondern pfleglich behandeln und im Frühjahr evtl. auf Ihrem Balkon oder in Ihrem Garten auspflanzen.

Ich habe gerade das Problem, dass er auf der Fensterbank in der Küche steht und die Heizungsluft ihn stark austreiben lässt, so dass einige Stiele sich nach oben ranken. Er sieht aus wie Kraut und Rüben. Immerhin hat der Glücksklee eine Wuchshöhe von bis zu 20 Zentimetern.

Jetzt schon auf den Balkon bringen, sollten Sie vermeiden. Der vierblättrige Sauerklee ist nicht winterhart. Er mag einen hellen und vor allem kühlen Platz. Licht ist sehr wichtig. Heizungsluft lässt ihn ungleichmäßig wachsen.

Wenn Sie keine Lust haben, Ihren Glücksklee jetzt zu pflegen oder weil Sie es nicht können, weil Sie überall in der Wohnung die Heizung anhaben, dann lassen Sie ihn eintrocknen. Die Blätter bilden sich dann zurück und die kleinen Knollen können kühl und trocken bis zum Frühling überwintern. Ich freue mich schon auf die Blüten des Glücksklees und bin gespannt, ob diese weiß oder purpur sein werden.

Glücksklee ist vierblättrig und gibt es sehr günstig bei Ihrem Blumen- und Pflanzenverkäufer nebenan.
Glücksklee ist vierblättrig und gibt es sehr günstig bei Ihrem Blumen- und Pflanzenverkäufer nebenan.
Der vierblättrige Sauerklee wächst bei uns nicht auf der Wiese, sondern wird vor allem als Glücksbringer für Silvester herangezogen und verkauft.
Der vierblättrige Sauerklee wächst bei uns nicht auf der Wiese, sondern wird vor allem als Glücksbringer für Silvester herangezogen und verkauft.

Rote Rosen, rosa Rosen, gelbe Rosen, weiße Rosen…

Bei einem Besuch in San Francisco darf ein Abstecher im Rosengarten des Golden Gate Parks nicht fehlen. http://www.golden-gate-park.com/rose-garden.html

Ja, es gibt sie in vielen Farben – die „Königin der Blumen“ – wie es heißt.

Rosen sind wirklich sehr schöne Zierpflanzen, aber zum Teil leider auch schon sehr überzüchtet. Die Rosenzüchtung begann vor rund 2000 Jahren. Die Früchte von Rosen sind übrigens Hagebutten!

Wenn ihr wissen wollt, wie ihr aus Hagebutten Tee selbst macht…. Hier entlang…

Der Gärtner unterscheidet zwischen Wildrosen und Kulturrosen. Rote Rosen gelten seit dem Altertum als Symbol von Liebe, Freude und Jugendfrische. An dieser Stelle möchte ich einmal wieder auf Wikipedia verweisen. Das Portal bietet euch einen sehr ausführlichen Beitrag zum Thema Rosen: Wikipedia – Rosenartikel.

Wusstet ihr, dass jede dritte Rose, die an Valentinstag verkauft wird, aus Kenia stammt? Der Anbau von Rosen bietet den Menschen dort zwar viele Arbeitsplätze, aber gleichzeitig wird die Natur und das gesamte Ökosystem dort stark zerstört. Durch die Düngung und das Besprühen der Rosen mit Pestiziden gelangen diese Gifte ungefiltert ins Abwasser und schaden dabei Tier und Mensch und den anderen dort heimischen Pflanzen. Diese Infos habe ich aus einem interessanten Artikel der FAZ Online. Hier in voller Länge: „Rosen aus Kenia“.

Ein weiterer Artikel zu diesem Thema habe ich auf Zeit Online entdeckt: „Rosenkrieg“.

Meine Empfehlung: zum Valentinstag müssen es nicht immer Rosen sein! Wie wäre es mit einem handgeschriebenen Gedicht?!

Rote Rosen sind die farblich beliebtesten Rosen. Sie gelten als Symbol der Liebe. Foto: Andreas Lindow
Rote Rosen sind die farblich beliebtesten Rosen. Sie gelten als Symbol der Liebe. Foto: Andreas Lindow
Eine lachs-rosafarbene Rose aufgenommen von Andreas Lindow.
Eine lachs-rosafarbene Rose aufgenommen von Andreas Lindow.
Weiße Rosen gelten als geheimnisvoll. Foto: Andreas Lindow
Weiße Rosen gelten als geheimnisvoll. Foto: Andreas Lindow
Foto: Steffen Kalitta
Gelbe Rosen gibt es im Rosengarten im Golden Gate Park in San Francisco.
Bei einem Besuch in San Francisco darf ein Abstecher im Rosengarten des Golden Gate Parks nicht fehlen. http://www.golden-gate-park.com/rose-garden.html
Bei einem Besuch in San Francisco darf ein Abstecher im Rosengarten des Golden Gate Parks nicht fehlen. http://www.golden-gate-park.com/rose-garden.html
Roseninfografik
Roseninfografik, Quelle: Bakker Holland

Blüten als Broschen, Anstecker, Ringe – atemberaubendes Schmuckdesign

Schmuckdesign zum Verlieben

Durch Zufall bin ich drauf gestoßen. Ich glaube via Pinterest, als ich meine Seele mithilfe von schönen Blumenmotiven und Designobjekten einmal wieder baumeln lassen wollte. Äußerst filigraner Blumenschmuck in Form von Broschen, Anstecknadeln und Fingerringen in Silber und aus hauchdünnem Papier entdeckte ich. Die Kreative, die hinter diesen elfenhaften Accessoires steckt, ist Sabrina Meyns. Sabrina Meyns aus Irland. Ich fragte sie danach, ihre Fotos von ihren Werken veröffentlichen zu dürfen. Zwei Wochen später endlich dann die positive Antwort. Leider habe ich auf eine weitere Mail an sie mit einigen Fragen zu ihrem Werdegang, wo und ob man die Schmuckstücke käuflich erwerben kann, bisher noch keine Antwort erhalten. Sobald mir diese vorliegen, ergänze ich diesen Beitrag. Jetzt genießt den Augenschmaus!

Auf Pinterest könnt ihr Sabrina Meyns folgen: http://www.pinterest.com/sabrinameyns/

Blumenbroschen sind das Trendaccessoire ab 2015! Design: Sabrina Meyns, Foto: Sylvain Deleu
Blumenbroschen sind das Trendaccessoire ab 2015! Design: Sabrina Meyns, Foto: Sylvain Deleu
Ich möchte auch so ein Schmuckstück haben. Es sieht so vollkommen aus! Foto: Sylvain Deleu
Ich möchte auch so ein Schmuckstück haben. Es sieht so vollkommen aus! Foto: Sylvain Deleu
Blumenringe. Adorable!
Blumenringe. Adorable! Foto: Sylvain Deleu
Design: Sabrina Meyns, Fotos: Sylvain Deleu
Design: Sabrina Meyns, Fotos: Sylvain Deleu

Der Brautstrauß – welche Blumen sind beliebt?

Rosa Rosen mit violetten und weißen Blüten kombiniert.

Heiraten ist was Tolles, wenn man den Mann fürs „Leben“ gefunden hat! Die einen heiraten ganz klein nur für sich, die anderen riesengroß standesamtlich und kirchlich am selben Tag und andere wiederum feiern ihre Hochzeit gleich mehrere Tage am Stück! So eine Hochzeit ist schon ein großes Ding. Die Optik steht an diesem Tag absolut im Vordergrund und Mann und Frau geben dafür so richtig viel Geld aus. Oft nach dem Motto: koste es was es wolle, denn heiraten tut man ja eigentlich nur einmal im Leben!

An diesem Tag darf ein besonderer Hingucker auf keinen Fall fehlen: der Brautstrauß! Was wäre eine Braut ohne ihn? Der Brautstrauß ist neben dem Bräutigam als schönes Accessoire und dem himmelbezauberndsten Brautkleid und natürlich den Ringen – meiner Meinung nach – das wichtigste Accessoire an diesem Tag!

Den Brauch des Brautstraußes gibt es seit der Renaissance. Da das Thema Hygiene während dieser Epoche nicht so groß geschrieben wurde und in der Kirche während der Trauung zusätzlich noch Weihrauch verteilt wurde und somit einiger Mief zusammenkam, half der Strauß, der zu der Zeit stark duftend daher kam, vor einem Ohnmachtsanfall der Braut.

Wie sieht denn so ein Brautstrauß aus? Regeln gibt es dafür eigentlich keine! Blumen sollten es sein oder zumindest etwas Pflanzenartiges! Die meisten, die ich bisher gesehen habe, enthalten Rosen. Rosen in Rosa, Rosen in Rot, Rosen in Weiß! Alles dabei! Dabei gibt es natürlich noch wesentlich interessantere Blütenpflanzen, die sich für die Hochzeit eignen. Was meint ihr? Wie sollte euer Brautstrauß aussehen? Oder wie sah er aus?

Brautstrauß für eine standesamtliche Hochzeit. Nicht in Weiß.
Brautstrauß für eine standesamtliche Hochzeit. Nicht in Weiß. Foto: Kathrin Rehling-Dückinghaus
www.christineconstantine.co.uk/
Ein Brautstrauß, der nur aus weißen Rosen besteht, kann dennoch gerade wegen seiner Schlichtheit ins Auge fallen und wirkt elegant. Foto: Christine Constantine, http://www.christineconstantine.co.uk

 

Ein in Weiß gehaltener Brautstrauß.
Julia Schick macht wunderschöne Hochzeitsfotografie. Website: http://www.juliaschickfotografie.de
Rosa Rosen mit violetten und weißen Blüten kombiniert.
Rosa Rosen mit violetten und weißen Blüten kombiniert. Foto: Julia Schick

Das leuchtende Blau der Kornblumen wirkt magisch!

Durch die Überdüngung in der Landwirtschaft ist die blaue Blütenpflanze fast ausgestorben und steht daher unter Naturschutz!

Kornblumen begleiten mich fast schon mein Leben lang. Ich bin in einem kleinen Dorf groß geworden mit vielen Gersten-, Roggen- und Maisfeldern und drum herum das Wiehengebirge und der Teutoburger Wald. An den trockenen Rändern dieser Kornfelder wächst die Kornblume. Daher auch ihr Name. Die einjährige Pflanze steht oft direkt mit roten Mohnblumen (Klatschmohn) und Kamilleblüten. Die Kornblumen haben im Vergleich zum Klatschmohn den Vorteil, dass die Blütenblätter nicht abfallen, wenn sie gepflückt werden, um zuhause in der Vase ihr Blau zur Schau zu tragen für eine hübsche natürliche Deko im Vergleich zu Schnittblumen.

Das Blau der Blüten erhält die Pflanze vom so genannten Anthocyanidin und dem Cyanidin. Nur durch eines Eisen-Magnesium-Komplexes erscheint der eigentlich rote Farbstoff Cyanidin blau.

Die Sage zur Kornblume

Blau gilt als die Farbe der Treue. Daher waren die Kornblumen vor allem im 16. Jahrhundert sehr beliebt, so dass sie vermehrt angepflanzt wurden. Einer Sage nach besagt, dass solche Blumen aufgrund ihrer Farbe nur direkt vom Himmel entsandt werden konnten. Der Himmel soll sich einst beklagt haben, dass die Getreidefelder ihm keine Gaben sandten. Dass die Ähren nicht zum Himmel hinauf konnten. so beschloss er, zu den Feldern herabzukommen und ließ diese blauen Blumen als Teile des Himmels zwischen den Ähren wachsen. (Quelle: Die Sprache der Blumen, Marina Heilmeyer, 2000).

Kornblumen blühen in der Regel von Juni bis Oktober. Auf meinem Balkon blühen sie sogar jetzt noch – Mitte November!

Hier ein paar Fakten:

Wissenschaftlicher Name: Centaurea cyanus

Ordnung: Asternartige (Asterales)

Familie: Korbblütler (Asteraceae)

Unterfamilie: (Carduoideae)

Gattung: Flockenblumen (Centaurea)

Art: Kornblume

Die Kornblume ist eigentlich im östlichen Mittelmeerraum heimisch.
Mittlerweile gibt es auch weiße und rosafarbene Kornblumen.
Durch die Überdüngung in der Landwirtschaft ist die blaue Blütenpflanze fast ausgestorben und steht daher unter Naturschutz!
Durch die Überdüngung in der Landwirtschaft ist die blaue Blütenpflanze fast ausgestorben und steht daher unter Naturschutz!
Kornblumen sind auch Heilpflanzen. Ihre Bitter- und Gerbstoffe sollen bei Beschwerden des Verdauungsapparates helfen.
Kornblumen sind auch Heilpflanzen. Ihre Bitter- und Gerbstoffe sollen bei Beschwerden des Verdauungsapparates helfen.
Dieses Bild entstand im Sommer dieses Jahres.
Dieses Bild entstand im Sommer dieses Jahres.
Die Blüten der Kornblumen sind in einem intensiven Blau.
Die Blüten der Kornblumen sind in einem intensiven Blau.
Das Herbstlicht bricht sich im Glas mit den Kornblumen.
Diese Kornblumen habe ich tatsächlich frisch von meinem Balkon gepflückt.