Die Pfaueninsel – Schlüsselblume, Wunderlauch und hohler Lerchensporn

Am 19. April bin ich mit meinem Mann und guten Freunden auf der Berliner Pfaueninsel gewesen. Wir hatten perfektes Frühlingswetter und setzten mit einer Fähre rüber. Ich mit meiner Canon 5D Mark II bewaffnet. Die Pfaueninsel ist 67 Hektar groß und gehört seit 1990 zum UNESCO Weltkulturerbe. Weitere Infos hier: Wikipedia

Von Pfauen und schönen Pflanzen

Die Insel erstrahlte in einem zarten Frühlingsgrün. Und ich hielt fleißig Ausschau nach den Pfauen, die dort frei herumlaufen. Doch neben den wunderschönen Pfauen, die uns ab und zu begegneten, faszinierte die Flora um einiges mehr. Es gibt sehr viel Wald auf der Insel. Wald nimmt dort die meiste Fläche ein. Vor allem Eichen sind dort anzutreffen, aber auch andere Baumarten, wie zum Beispiel Ginkgo oder Weiße Maulbeere, die bereits im 19. Jahrhundert gepflanzt worden sind.

Die Echte Schlüsselblume

Ich entdeckte die Echte Schlüsselblume (Primula veris) auf einer begrasten Freifläche. Sie wuchs dort in kleinen Grüppchen. Die Schlüsselblume gehört zur Gattung der Primeln aus der Familie der Primelgewächse. Sie liebt kalkhaltigen, stickstoffarmen, humushaltigen, lockeren Lehmboden und wächst überwiegend auf trockenen Wiesen, Rainen und in lichten Laubwäldern.

Wunderlauch riecht wie Bärlauch

Meinen Freunden fiel zudem ein zwiebel-, knoblauchartiger Geruch auf, der die ganze Zeit in der Luft lag. Wir entdeckten eine Pflanze, die große Flächen auf der Insel bedeckte. Wir vermuteten zunächst, dass es Bärlauch sein müsste. Jedoch fielen mir die schmalen lanzettförmigen Blätter auf, die im Vergleich zum Bärlauch oder auch zum Maiglöckchen fiel schmaler waren. Zuhause via Google entdeckte ich den Irrtum: Weder Bärlauch noch Maiglöckchen! Es ist der Wunder-Lauch (Allium paradoxum) gewesen. Wunder-Lauch ist genauso wie Bärlauch essbar! Ursprünglich stammt er aus dem Kaukasus, aus den Bergen in Zentral-Asien und aus dem Nord-Iran. Unter folgendem Link gibt es ein interessantes Youtube-Video zum Bärlauch und zum Wunderlauch: https://www.youtube.com/watch?v=FanbwNvGP6A

Der Hohle Lerchensporn

Neben Wunderlauch und Schlüsselblume entdeckte ich noch eine Pflanze, die ich zuvor noch nie gesehen und von ihr auch noch nie gehört oder gelesen hatte: Der Hohle Lerchensporn (Corydalis cava). Im Gegensatz zur echten Schlüsselblume und zum Wunderlauch ist der hohle Lerchensporn giftig bis mäßig giftig. Vor allem die Knolle ist stark giftig. Das in der Pflanze enthaltene Bulbocapnin „erzeugt einen Zustand, der sich bereits der katatonischen Schizophrenie nähert … es sind schon Fälle von automatischem Gehorsam bekanntgeworden. Bulbocapnin hat eine sedierende Wirkung auf das Kleinhirn und setzt vermutlich die motorischen Zentren im Hypothalamus außer Funktion.“ (Quelle: http://www.physiologus.de/stimulans.htm.) Die Pflanze ist in Mitteleuropa weit verbreitet.

Die Pfaueninsel ist für einen Sonntagsausflug bestens geeignet!

Pfau präsentiert stolz sein Federkleid.
Pfau präsentiert stolz sein Federkleid.
Auf der Pfaueninsel gibt es freilaufende Pfauen. Es sind wunderschöne Vögel.
Auf der Pfaueninsel gibt es freilaufende Pfauen. Es sind wunderschöne Vögel.
Die echte Schlüsselblume mag kalkhaltige Böden mit Humus. Sie wächst auch auf der Pfaueninsel. Die jungen Blätter und Blüten eignen sich für einen Wildblumensalat.
Die echte Schlüsselblume mag kalkhaltige Böden mit Humus. Sie wächst auch auf der Pfaueninsel. Die jungen Blätter und Blüten eignen sich für einen Wildblumensalat.
Wunderlauch riecht nach Bärlauch. Hat aber schmale Blätter und blüht ca. zwei Wochen vorm Bärlauch.
Wunderlauch riecht nach Bärlauch. Hat aber schmale Blätter und blüht ca. zwei Wochen vorm Bärlauch.
Auf der Pfaueninsel in Berlin gibt es in großen Mengen Wunderlauch. Es kann wie Bärlauch zubereitet werden.
Auf der Pfaueninsel in Berlin gibt es in großen Mengen Wunderlauch. Es kann wie Bärlauch zubereitet werden.
Die Pflanze wächst gern in Buchenwäldern.
Die Pflanze wächst gern in Buchenwäldern.
Der hohle Lerchensporn blüht auf der Pfaueninsel im Südwestlichen Berlin in Lila und Weiß.
Der hohle Lerchensporn blüht auf der Pfaueninsel im Südwestlichen Berlin in Lila und Weiß.
Die Blätter des hohlen Lerchensporns sind schwach bis mäßig giftig.
Die Blätter des hohlen Lerchensporns sind schwach bis mäßig giftig.
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