Welche Blumenerde ist für welche Pflanzen geeignet? Teil I

Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.

Es ist Anfang März! Die frühe Dunkelheit hat endlich wieder ihr Ende. Die Pflanzzeit kann beginnen, und ich kann es kaum erwarten, meine Pflanzgefäße und Blumentöpfe für den Balkon zu rüsten und auf der Fensterbank mit der Aussaat von Tomatenpflanzen und Co. loszulegen. In den vergangenen Jahren habe ich mir kaum Gedanken zum Thema Blumenerde gemacht, sondern direkt die günstigste Erde vom Asiaten gekauft, der direkt bei mir um die Ecke zu finden ist. Einmal habe ich getrocknete Erde in gepresster Form von Ikea mitgenommen. Meinen Pflanzen hat beides bisher nicht geschadet. Zumindest nicht auf den ersten Blick. 

Da dieses Jahr, das Internationale Jahr des Bodens ist, habe ich mich ein wenig mehr mit dem Thema beschäftigt. Der Satz eines Gärtners aus einer TV-Dokumentation, die ich mir in der letzten Woche angesehen habe, hängt mir noch in den Ohren: „Du bist, was du isst. Und das gilt auch für Pflanzen.“ Damit hat er natürlich Recht: Das, was die Pflanzen an Nährstoffen aus der Erde bekommen und verwerten, nehmen letztendlich wieder wir Menschen auf.

Dazu gibt es hier die TV-Ratgebersendung vom NDR nachzuschauen…: NDR Ratgeber zum Thema Blumenerde.

Weitere Informationen gibt es auch von der Berliner Senatsverwaltung für Umwelt und Stadtentwicklung hier. 

Es gibt sehr viele Anbieter von Blumenerde. Zwei Marken im Vergleich.

Zuerst bitte die Erde des letzten Jahres aus den Töpfen und Balkonkästen entfernen, falls ihr dies nicht schon bereits im Herbst getan habt. Die „alte“ Erde ist bei euch wahrscheinlich auch völlig von kleinen Wurzeln durchzogen und damit ziemlich nährstoffarm. Neue Pflanzen benötigen aber ausreichend Nährstoffe!

Ich habe nun verschiedene Erden zur Auswahl. Für meine Kräutertöpfe habe ich von der Marke Prestoplant Bio Kräuter- und Aussaaterde besorgt. Ebenfalls von Prestoplant ist auch ein 15 Liter Sack Bio Tomaten- und Gemüseerde und ein 20 Liter Sack torffreie Bio Erde, die „universell“ einsetzbar ist. In diesem Jahr möchte ich mich hauptsächlich auf Tomaten konzentrieren und noch wesentlich mehr davon anpflanzen als vergangenes Jahr. Zum Vergleich habe ich zusätzlich aus dem Baumarkt der Marke Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde sowie Ballino Blumenerde (ebenfalls von Greenworld) eingekauft.

In den nächsten Tagen werde ich mit der Anzucht meiner Tomaten und anderen Pflanzen starten und an den Töpfen markieren, welche Erde in welchem Topf steckt, um später vergleichen zu können und euch mögliche Unterschiede mitzuteilen. Ich bin gespannt, welche Erde das Rennen machen wird!

Kleiner Hinweis: Bevor ihr euch Blumenerde, Kräutererde, Anzuchterde etc. kauft, kalkuliert grob, wie viel Liter ihr benötigt, damit ihr nicht zweimal fahren müsst. Das spart Zeit und Nerven; denn so ein Sack Blumenerde in den vierten Stock zu hieven (OHNE Aufzug) kann Rückenschmerzen verursachen…!

Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Greenworld Bio Tomaten- und Gemüseerde
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Bio Kräuter- und Aussaaterde von Prestoplant.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Prestoplant Bio Tomaten- und Gemüseerde.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Torffreie Bioerde von Prestoplant.
Greenworld Ballino Blumenerde
Greenworld Ballino Blumenerde

 

 

                                                                                                                                                                       

         

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Balkon Blumen für die Bienen in der Stadt

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.

Heute ist in Berlin endlich wieder Sonnenschein. Nix mit Wolken. Nur ein Blau in Blau. Ich möchte am liebsten jetzt schon auf meinem Balkon sitzen und Blumensamen säen. Naja, erstmal noch die alten entfernen und ab in den Biomüll. Für mich steht fest, dass ich in diesem Jahr ganz viele Tomaten ernten möchte. Das hat mit ein paar wenigen Pflanzen bereits im letzten Jahr hervorragend geklappt. In diesem Jahr sollen es noch mehr werden.

Worauf stehen Bienen und Co.?

Aber auch hübsche Blütenpflanzen sollen her. Aber welche? Am besten welche, die nicht nur schön aussehen und pflegeleicht sind, sondern auch den Bienen und Hummeln dieser Stadt nützen. Doch worauf fliegen die Bienen und die Hummeln und evtl. auch die Schmetterlinge?

Bienen-App und Bienenlexikon

Da gibt es jede Menge! Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft – kurz BMEL – hat ein super übersichtliches Bienenlexikon herausgegeben. Granatengeil! Sehr her… Bienenlexikon

Kapuzinerkresse, Kornblumen, Brombeere, Bienenfreund (Phacelia), Ringelblume (Calendula), Rosmarin, Salbei, Winterheide, Sonnenbraut, Borretsch… Alle diese Blumen und Kräuter werden in dem Lexikon gut dargestellt mit Hinweisen zum Blütezeitraum und zum Standort.

Ohne dies zu wissen, hatte ich bereits im vergangenen Sommer einige Pflanzen davon auf meinem Balkon platziert.

Das BMEL hat auch eine Bienen-App publiziert. Kostenlos.In dieser App sind die einzelnen bienenfreundlichen Pflanzen auch aufgeführt und gut erklärt. Es lohnt sich also, sie herunterzuladen.

Wer von euch sogar einen eigenen Garten hat, mit vielen Gänseblümchen auf dem Rasen: Bitte mäht sie nicht gleich wieder weg, wenn der Rasen mal einen Zentimeter höher ist, als der vom Nachbarn… Erstens macht Rasenmähen Krach, kostet Energie und ihr vernichtet wertvollen Nektar für die Insekten, die sie aus den Gänseblümchen beziehen!

Phacelia – eine besonders bienenanziehende Pflanze

Jetzt weiß ich auch, wie die Pflanze mit den schönen fliederfarbenen Blüten heißt, die mir bis in den späten September hinein den Blick versüßte: Phacelia oder auch Bienenfreund genannt. Umgangssprachlich sind auch Bezeichnungen wie Bienenweide, Büschelschön oder Büschelblume verbreitet. Der Gattungsname Phacelia leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet Büschel. Die Pflanze wird von Imkern auf großen Flächen genutzt, da rund ein Hektar bis zu circa 500 Kilogramm Honig hervorbringen kann.

Zudem zählt Phacelia zu den sogenannten Gründüngungspflanzen oder auch Bodenverbesserer.

„Mit ihrem dichten Wurzelsystem nutzt sie die Nährstoffvorräte im Boden gut aus und übergibt sie nach Verrottung leicht an die Nachfolgefrucht. Sie hinterlässt eine dicht durchwurzelte, gare Krume. Die feingliedrigen Blätter führen zu einer sehr guten Bodenbeschattung und wirksamen Unkrautunterdrückung. Die hohen Mengen organischen Materials, die im Boden verbleiben, erhalten oder erhöhen den Humusgehalt und damit die Ertragfähigkeit der Böden. Dadurch wird die Bodenstruktur verbessert, und die Ertragsicherheit nimmt langfristig auch auf leichteren Böden zu.“ (Quelle: Wikipedia).

Die krautigen Pflanzen sind meist behaart.

Die Pflanze erfriert bei Temperaturen unter minus 5 °C.
Im Spätherbst ist die Phacelia perfekt für die Gründüngung. Sie ist nicht winterhart und liefert, im darauffolgenden Frühjahr untergegraben, wirksame Nährstoffe.
Gänseblümchenblüten werden volksheilkundlich als Heilmittel bei Hauterkrankungen, bei schmerzhafter oder ausbleibender Regelblutung, Kopfschmerzen, Schwindelanfällen und Schlaflosigkeit verwendet.
Da Bellis perennis eine Speicherpflanze ist, überlebt sie den Winter im Schnee.
Ringelblumen dienen als natürlicher Pflanzenschutz.
Die Ringelblume wird als Heilpflanze geschätzt und vertreibt Schädlinge.
Die blauen Blüten verfügen über leuchtende Strichsaftmale, die für bestäubende Insekten sichtbar sind.
Borretsch ist eine Gewürz- und Heilpflanze in der Familie der Raublattgewächse.
Auf der Suche nach Nektar
Hummel im Anflug auf blaue Trichterwinde.

 

 

2015 ist Internationales Jahr des Bodens

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.

Ohne Boden unter den Füßen stehen wir ziemlich schlecht da. Im wahrsten Sinne des Wortes! Ich habe mich in meinen vergangenen Beiträgen überwiegend mit Pflanzen an sich beschäftigt und mich bisher nicht wirklich gefragt, wo kommen denn diese Pflanzen her bzw. was ist ihre Lebensgrundlage? Es ist der Boden. Unsere Erde. All das Gemüse und Obst, all die bezaubernden Blumen. Unser Wald! All dies zieht sein Leben aus dem nährstoffreichen Boden und versorgt uns wiederum mit wichtigen Mineralien, Nährstoffen und Vitaminen.

Ich finde es toll und gleichzeitig dringend notwendig, dass die Vereinten Nationen dieses Jahr zum „Internationalen Jahr des Bodens“ ausgerufen haben, nachdem der IUSS (International Union of Soil Science) und der Thailändische König Bhumipol einen Antrag an die UN gestellt haben, dieses Jahr so zu benennen. 160 Staaten haben diesen Antrag im Rahmen des FAO World Council verabschiedet.

Wir trampeln täglich auf dem Boden herum. Unzählige Male jede Sekunde auf der ganzen Welt, ohne dabei an die Folgen zu denken. Wir wollen immer das frischeste Obst und Gemüse (möglichst billig), wir wollen ein eigenes Haus (am liebsten neu bauen). Wir wollen ein eigenes Auto. Um damit fahren zu können, benötigen wir Straßen. Wir wollen große Supermärkte und Konsumtempel mit möglichst großem Parkplatz. Aber wir wollen gleichzeitig eine naturbelassene Umwelt.

„Bodenversiegelung durch Siedlungs- und Straßenbau führt dazu, dass auch heute noch Böden in unverantwortlich hohem Ausmaß für andere Nutzungen unwiederbringlich verloren gehen.“ (Quelle: Website des BGR)

Wir müssen uns darüber bewusst werden, dass wir auf Dauer nicht mehr alles haben können. Manche Dinge sind endlich. So auch die Ressourcen unserer Erde und damit die Nährstoffe unserer Böden. Darum soll mit dem Ausruf des Internationalen Jahr des Bodens (International Year of Soils) eine Plattform geschaffen werden, die zur Bewusstseinsbildung für die Bedeutung des Schutzes der Böden dient. Die Koordinierung der Aktivitäten auf nationaler Ebene wird gemeinsam von BMUB und Umweltbundesamt (UBA) durchgeführt.

Wirkungsweise organischer und mineralischer Nährstoffe (Ausschnitt aus der Grafik „Wie Dünger den Untergrund belebt – oder zerstört“ siehe unten). Foto: Heinrich-Böll-Stiftung u.a. Dieses Bild steht unter einer Creative Commons Lizenz.

Die Heinrich-Böll-Stiftung hat zu diesem Anlass den Bodenatlas herausgegeben. Ihr könnt euch das Magazin auch als pdf herunterladen: http://www.boell.de/sites/default/files/bodenatlas2015.pdf

Hier seht ihr das offizielle Video des Year of Soils:

http://www.youtube.com/watch?v=TqGKwWo60yE

Hier geht es zur deutschsprachigen Fassung:
http://globalsoilweek.org/media-publications/videos/lets-talk-about-soil/

Alles zum Thema Boden auf der Website des BGR (Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe):
http://www.bgr.bund.de/Boden

Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Die meisten Pflanzen lieben nährstoffreiche Böden.
Nährstoffreicher Boden ist wichtig für die meisten Pflanzen.
Samen benötigen zum Wachsen nicht nur Wasser und Sonnenlicht, sondern auch den Boden, in dem sie sich verwurzeln können, um daraus ihre Nährstoffe zu ziehen.