Sind Erdbeeren mehrjährig?

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Viele von euch haben sicherlich schon einmal selbst Erdbeeren im Garten oder auf dem Balkon aus dem Gartencenter, von Baumärkten, etc. eingepflanzt. Genau wie ich! Einer meiner ersten Beiträge beschäftigt sich mit Erdbeeren auf dem Balkon. Ich lebe in Berlin in einem Altbauhaus und mein Mann und ich haben keinen eigenen Garten. Da ich aber nicht auf Pflanzen verzichten wollte, habe ich dann tatsächlich Erdbeeren auf dem Balkon gepflückt. Das war vor zwei Jahren. Im letzten Jahr kamen dann zu der Erdbeersorte Polka einige Walderdbeeren hinzu (Fragaria vesca). 

Die Erdbeeren aus dem Jahr 2014 haben tatsächlich in 2015 noch einmal reiche Ernte gebracht. Ich konnte also nach und nach im Juni von der Pflanze naschen. Vor einem Monat habe ich die gut erhaltenen Pflanzen dann ein drittes Mal umgetopft mit neuer Erde. Auch die Walderdbeere hat den recht milden Winter in Berlin gut überstanden und sich bereits im letzten Sommer stark vermehrt, so dass ich einige Jungpflanzen umtopfen konnte.

Man sagt, man solle für einen besseren Ertrag die Erdbeerpflanzen jedes Jahr neu kaufen. Aber mir geht es ja nicht um den Ertrag. Dazu muss ich sagen, dass die Erdbeersorte Polka, die ich in 2014 angepflanzt habe, in 2015 mehr Früchte brachte, als im ersten Jahr… Probiert es einfach selbst aus!🙂 Ich bin nun gespannt auf die nächsten süßen roten Früchtchen!

Eine richtige Pflanzanleitung findet ihr hier: Pflanzanleitung Erdbeeren

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Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam

Wunderschöne pink-rosane Orchideenblüte

Eröffnung der Orchideenblüte und Bloggerevent

Am 17. März eröffnete die Ausstellung zur Orchideenblüte in der Biosphäre Potsdam. Im Rahmen dieser Eröffnung fand auch ein Bloggertreffen statt, zu dem ich eingeladen worden bin. Nach einer sehr herzlichen Begrüßung von Daniela, Isabel und Katja, den Marketingmädels der Biosphäre,  bekamen wir als Begrüßungsdrink einen köstlichen antialkoholischen Fruchtcocktail mit einer essbaren Orchidee (Karma-Orchidee).

Orchideenexpertin führte durch Biosphäre

Die Orchideen kommen aus dem Orchideengarten Karge nahe Lüneburg. Die Inhaberin des Orchideengartens, Marei Karge-Liphard, die gleichzeitig Expertin auf dem Gebiet der Orchideen ist, führte uns mit viel Fachwissen durch die Biosphäre und gab uns ein paar interessante Pflegetipps. Auch räumte sie mit Mythen rund um die Orchidee auf…

Wusstet ihr, dass Orchideen frühestens mit sieben Jahren blühen? Es gibt sogar Orchideenarten, die fangen erst mit 14 Jahren zu blühen an.

Phalaenopsis – die uns bekannteste Orchideenart

Die bekannteste Orchideenart ist die Phalaenopsis. Ihr kennt sie auf jeden Fall. Sie wird auf jedem Markt und in jedem Blumenladen verkauft. Da diese Orchideen an einen Schmetterling erinnern, nennen wir sie auch „Nachtfalter-Orchidee“ oder auch „Malaienblume“. Sie stammt aus den tropischen Regenwäldern Südost-Asiens.

Orchideen wachsen mit Ausnahme der Antarktis auf jedem Kontinent. Aufgrund ihrer enormen Vielfalt gibt es Orchideen fast in jeder Ökozone (nicht in Wüsten). Selbst oberhalb des nördlichen Polarkreises oder in Patagonien und den dem ewigen Eis des Südpols vorgelagerten Inseln, z. B. Macquarie Island gibt es Orchideen. Der Großteil der Arten wächst allerdings in den Tropen und Subtropen, hauptsächlich in Südamerika und Asien. In Europa gibt es etwa 250 Arten. In Australien gibt es rund 800 Arten, in Afrika 2.000, in Südamerika sogar rund 9.000. Sage und schreibe  14.000 Arten gibt es in Asien.

Skandinavier haben eine Lieblingsorchidee

Die Coelogyne Cristata ist eine weiße Orchidee aus Nepal. Sie ist in Skandinavien sehr beliebt – vor allem als Hochzeitsdeko. Umgangssprachlich kennt man sie auch unter den Begriffen „Frauenhöhle“ oder „Schneekönigin“.

Die Geschichte um den „Frauenschuh“

Die Paphiopedilum Orchidee ist bei uns als „Frauenschuh“ oder auch „Venusschuh“ bekannt, weil die Lippe der Blüten eben wie ein Schuh aussieht. Was hat die Göttin Venus damit zu tun? Frau Karge wusste die Antwort: Der Legende nach hielt Venus ein Schäferstündchen. Wurde dabei aber entdeckt und musste fliehen. Dabei verlor sie ihren goldenen Schuh, der sich dann in die Pflanze verwandelte, als ein Sterblicher den Schuh für die Göttin mitnehmen wollte. Diese Orchidee erinnert an eine fleischfressende Pflanze. Jedoch sind Orchideen generell keine Fleischfressenden!

Kauft keine Orchideensamen im Internet

Zum Anpflanzen von Orchideensamen benötigt die Pflanze einen speziellen Pilz – einen Fadenpilz. Dies muss im Labor durchgeführt werden.Die Fäden dieses Pilzes wandern in die Samenzelle der Orchidee, wo sie zersetzt und als Nahrung aufgenommen werden. Ohne diesen Pilz können die Keimlinge nicht überleben. Pflanzensamen von Orchideen im Internet zu kaufen, sei laut der Orchideenexpertin, herausgeschmissenes Geld, da sie ohne Pilz nicht wachsen können; denn die Samen haben kein Nährgewebe.

Nicht alle Orchideen duften angenehm

Eine Orchideenart, die Bulbophyllum nymphopolitanum stinkt sehr stark, weil sie von Aasfliegen bestäubt wird. Um diese anzulocken, produziert sie diesen extremen Geruch.

Nicht pflücken!

Entdeckt man Orchideen in der freien Natur, darf man sie nicht abpflücken, ausgraben etc. Sie darf von ihrem natürlichen Standort nicht entfernt werden.

Die wohl wertvollste Orchidee kommt aus Peru

Zum Abschluss zeigte Frau Karge uns in einer Glasvitrine eine Phragmipedium kovachii. Eine Orchidee aus Peru, die um die 800 € kostet und damit einer der wertvollsten Orchideenart der Welt ist. James Michael Kovach entdeckte sie 2002. Lest die Geschichte der Entdeckung hier: James Michael Kovach entdeckt Orchidee in Peru.

Pflegetipps

Und hier noch ein paar Pflegetipps: Den Topf mit der Orchidee einmal pro Woche richtig nass machen. Nicht jeden Tag und auch nicht jeden zweiten oder so gießen; denn Staunässe mag die Pflanze nicht. Ich selbst mache es so: Ich nehme die Orchidee aus dem Übertopf heraus und halte den Topf unter einem laufenden Wasserhahn mit lauwarmen Wasser für circa zehn Sekunden. Orchideen müssen nicht gedüngt werden. Sie sind sehr genügsam. Und: ihr dürft sie umstellen. Also an einem anderen Ort in eurer Wohnung. Was Orchideen nicht mögen, weil sie dann „verbrennen“, ist starke Sonneneinstrahlung. Im Frühling/Sommer solltet ihr sie also nicht auf eine Fensterbank mit direkter Sonneneinstrahlung stellen. Lieber einen Meter in den Raum hinein stellen! Generell ist direkte Sonneneinstrahlung nicht so beliebt unter den Orchideen.

Die Orchideenblüte könnt ihr noch bis zum 1. Mai 2016 in der Biosphäre Potsdam bestaunen!!

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Marei Karge-Liphard, Orchideenexpertin des Orchideengartens in der Nähe von Lüneburg.
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Begrüßungscocktail mit essbarer Orchidee.

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Brassia Tosca

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Pinke Blüte
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Rosafarbene Phalaenopsis
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Pinkrote Orchidee
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Phalaenopsis mit kleinen Punkten in hellrosa.
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Der Frauenschuh – Paphiopedilum
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Burrageara Nelly Isler Orchidee
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Pinke Phalaenopsis-Hybride
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Im Schmetterlingshaus der Biosphäre wurden ebenfalls Orchideen „ausgestellt“.
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Pinke Vanda-Blüte
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Vanda-Orchidee in Blau
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Vanda Orchidee
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Rote Blüte
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Ludisia discolor Orchideen
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phragmipedium kovachii
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DIY-Projekt – Osterkranzbasteln mit wunderschönen Cymbidium-Orchideen.
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Das ist das Ergebnis des selbstgebasteltem Osterkranzes.
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Phalaenopsis
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Phalaenopsis Hybride
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Diese gelbe Orchidee sieht aus wie ein großes Insekt.
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Phalaenopsis Hybride
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Wunderschöne pink-rosane Orchideenblüte
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Schmetterlingsorchidee
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Phalaenopsis Orchidee in Weiß.
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Pink gepunktete Blüte
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Phalaenopsis Hybride
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Miltonia Orchidee
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Cambria Orchidee
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Kleine Orchideenblüte

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Vanda-Orchidee in violett
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Caelogyne cristata

Wiesenflockenblumen bei einem Spaziergang in Fürstenfeldbruck entdeckt

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Zu einer Hochzeitsfeierlichkeit nach Fürstenfeldbruck

Vergangenen Spätsommer sind mein Mann und ich auf einer Hochzeit von Freunden in der Nähe von München eingeladen gewesen. Wir sind bereits am Abend vorher aus Berlin mit dem Zug angereist, so dass wir noch den ganzen Vormittag und frühen Nachmittag Zeit hatten, uns die Gegend anzuschauen.

Spaziergang am späten Vormittag

Am nächsten Morgen – nach einem sehr leckeren und ausgiebigen Frühstück – im Hotel Fürstenfelder – sehr zu empfehlen!, haben wir einen kleinen Spaziergang unternommen. Das Wetter war traumhaft.

Wir kamen an einem Kloster vorbei, das fußläufig nur zehn Minuten vom Hotel entfernt liegt. Ein sehr schönes imposantes Gelände. Weitere Infos dazu erhaltet ihr auf der Website.

Violett blühende Wiesenpflanze entdeckt

Hinter der Klosteranlage befand sich eine Wiese. Auf einem kleinen Abschnitt blühten in voller Pracht Wiesenflockenblumen. Ich wusste zugegebenermaßen nicht, dass diese Blumen so heißen, habe dann aber nachgeschlagen im Buch „Die Pflanzen Mitteleuropas“ und bin darin fündig geworden.

Wiesenflockenblumen (lat: Centaurea jacea) erinnern an blaue Kornblumen

Die Wiesenflockenblume gehört genauso wie die Kornblume zur Gattung der Flockenblumen (Centaurea) innerhalb der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Kein Wunder also, dass sie sich sehr ähneln.

Die Pflanze dient den Bienen wunderbar als Nahrungsquelle. Sie gibt es auch in verschiedenen Samenmischungen für Gärten und Wiesen zu kaufen.

Die Blütezeit ist in der Regel von Juni bis Oktober.

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Wiesenflockenblumen von oben aufgenommen.
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Wiesenflockenblumen enthalten viele Gerbstoffe und sind daher bei Weidetieren nicht sehr beliebt.
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Wiesenflockenblumen werden auch gemeine Flockenblumen genannt. Bei Bienen ist ihr Nektar sehr beliebt.

Herbst im Großen Tiergarten in Berlin

Ein tolles Ausflugsziel im Herbst.

Wenn sich die Blätter gelb und braun färben und die Tage kürzer werden, sind wir im Herbst angekommen. Empfehlenswert sind dabei Spaziergänge im Wald, in den Parks der eigenen Stadt mit einem leckeren Tee in einem gemütlichen Café als krönenden Abschluss z. B. eines Sonntages. Arbeitet man in der Nähe eines schönen Parks, kann man dort sogar in seiner Mittagspause einen kleinen Spaziergang machen.

Ich hatte vor zwei Wochen ein Porträt-Fotoshooting mit einem Berliner Model. Für meine Aufnahmen sind wir in den Berliner Tiergarten gegangen und es sind sehr viele schöne Bilder entstanden. Nach unserem Shooting habe ich meine freie Zeit genutzt und bin ein wenig alleine durch den fast menschenleeren Park gegangen. Es hat sich gelohnt und ich hab jeden einzelnen Schritt durch den schönen herbstlichen Park genossen.

Zum Berliner Tiergarten (Stadtteil und Park) könnt ihr euch am besten diesen Wikipedia-Artikel durchlesen als auch diesen Artikel, der sich allein mit dem Park „Großer Tiergarten“ beschäftigt.

Eberesche
Eberesche
Abflug - Fischreiher im Großen Berliner Tiergarten.
Abflug – Fischreiher im Großen Berliner Tiergarten.
Die Früchte des Herbstes sind wie die Blüten im Frühling und Sommer.
Die Früchte des Herbstes sind wie die Blüten im Frühling und Sommer.
Pflanzen können auch im Herbst schön aussehen.
Pflanzen können auch im Herbst schön aussehen.
Schneeball
Schneeball
Hagebutten
Hagebutten
Ein Fischreiher kurz vor seinem Abflug zum anderen Ufer.
Ein Fischreiher kurz vor seinem Abflug zum anderen Ufer.
Es leben sehr viele Enten im Park.
Es leben sehr viele Enten im Park.
Wegweiser zur Luiseninsel
Im Großen Tiergarten gibt es die Luiseninsel. Dort befindet sich ein Denkmal der Königin Luise.

 

Im Sommer wächst an diesem Weg der Farn hüfthoch.
Im Sommer wächst an diesem Weg der Farn hüfthoch.
Früchte des Herbstes im Großen Tiergarten.
Früchte des Herbstes im Großen Tiergarten.
Im Berliner Tiergarten wachsen viele verschiedene Laubbäume. Eichen, Linden, Buchen.
Im Berliner Tiergarten wachsen viele verschiedene Laubbäume. Eichen, Linden, Buchen.
Der kleine Fluss nennt sich Tiergartengewässer und ist ein kleiner Seitenarm der Spree.
Der kleine Fluss nennt sich Tiergartengewässer und ist ein kleiner Seitenarm der Spree.
Großzügig angelegte Wege führen durch den Berliner Park.
Man kann sehr gut zu Fuß und noch besser mit dem Rad den Park erkunden.
Nutzt die Gelegenheit und geht durch den Großen Tiergarten spazieren, wenn ihr in der Nähe wohnt oder arbeitet oder seid.
Eine tolle Atmosphäre im Großen Tiergarten.
Im Herbst möchte man sich nicht in den Park legen. Aber Spazierengehen - das geht!
Liegewiese – Ballspiele sind nicht gestattet.

Portugal und die Korkeichen

In Portugal wächst die Korkeiche auf einem Gebiet von 750.000 Hektar.

Im September sind mein Mann und ich zwei Wochen in Portugal gewesen. Urlaub! Endlich! Natürlich nicht ohne meine Kamera. Die kargen Felder durchbrachen riesig große Flächen von Bäumen: Korkeichen, Pinien, Olivenhaine, aber auch Wein. Am meisten war ich angetan von den rötlich-orangenen Stämmen der Korkeichen – dem so genannten Splintholz.

Korkeichen werden 150 – 400 Jahre alt – je nachdem, ob sie beerntet werden oder natürlich wachsen. Sie sind sehr dürrebeständig. Es gibt sie im westlichen Mittelmeerraum. Ihr Laub ist immergrün. Die Korkschichten des Stammes dienen der Korkproduktion. Leider gibt es sehr viele Accessoires aus Kork, die kein schönes Design haben und für mich eher sehr ramschig sind und keinerlei ästhetischen Anspruch zu haben scheinen. Mir sind vor allem in den Touristengegenden Korktaschen, Korkportemonnaies, mit Kork ummantelte Stifte und Korkuntersetzer aufgefallen. Dabei dient Kork auch sehr gut der Wärmeisolierung als Korkparkett für Fußböden und zur Lärmdämmung. Den größten Anteil machen jedoch nach wie vor Flaschenkorken aus, auch wenn andere Materialien dem Kork für den Flaschenverschluss Konkurrenz machen und damit sogar die Artenvielfalt von Korkanbaugebieten gefährden.

Der Kork besteht aus abgestorbenen, mit Luft gefüllten, dünnwandigen Zellen. Eine Korkeiche produziert nach der Ernte eine neue Korkschicht. Die erste Ernte erfolgt nach etwa 12 bis 15 Jahren bei einem Stammdurchmesser von 20 bis 30 Zentimetern.

Weitere Infos auch unter Wikipedia!

Die Korkeichen prägen die Landschaft in Portugal.
Die Korkeichen prägen die Landschaft in Portugal.
Das Splintholz ist bereits nachgedunkelt. Die Korkernte liegt hier schon ein wenig länger zurück.
Das Splintholz ist bereits nachgedunkelt. Die Korkernte liegt hier schon ein wenig länger zurück.
Eine Korkeiche frisch nach der Korkernte.
Eine Korkeiche frisch nach der Korkernte.
In Portugal wächst die Korkeiche auf einem Gebiet von 750.000 Hektar.
Die Korkschichten des Stammes werden zur Korkgewinnung genutzt.

Fotoausflug ins Brandenburger Schlaubetal – bezaubernde Natur

Libellenparadies Schlaubetal

Mitte Juli ging es mit einem guten Freund ins Schlaubetal südöstlich von Berlin. Unser Ziel: Möglichst viele tolle Motive vor unsere Kameralinse zu bekommen. Er vor sein Tele- und ich vor mein Makroobjektiv. Schließlich soll es im Schlaubetal über 1.000 Pflanzenarten, wie zum Beispiel mehrere Orchideenarten und Farne und rund 140 Vogelarten geben.

Das Schlaubetal ist mir bis dahin völlig unbekannt gewesen. Es ist ca. 90 Autominuten von Berlin entfernt, wenn man sich an die Geschwindigkeitsbegrenzung hält. Die heutige Landschaft des Naturparks stammt aus der Weichseleiszeit. Das Tal erstreckt sich auf einer Fläche von rund 227 Quadratkilometern.

Das Wetter spielte ausnahmsweise einmal mit. Zumindest am frühen Mittag. Sonnenschein bei 24 Grad. Wir fanden dank Google maps relativ schnell einen Parkplatz. Im Wald direkt an der Schlaube gibt es einen wunderschönen Wander- und auch Radweg. Im Vergleich zu anderen Naturparks um Berlin (wie zum Beispiel der Spreewald) ist es sehr ruhig und nicht voll von Spaziergängern. Das war uns auch sehr wichtig, da wir nicht nur die dortigen Pflanzen, sondern auch die Tierwelt ablichten wollten. Also zumindest mein Kumpel mit seinem Teleobjektiv.

Allerdings plapperte ich wohl zuviel, denn Fischotter, Vogel und so liefen uns nicht über den Weg.😉

Ein paar schöne Pflanzenaufnahmen konnte ich jedoch mitnehmen.

Für weitere Informationen zum Naturpark Schlaubetal gibt es einen sehr ausführlich Artikel bei Wikipedia. 

Libellenparadies Schlaubetal
Im Schlaubetal an der Schlaube leben sehr viele Libellen.
Gräser
Gräser
Im Schlaubetal wachsen neben Laubbäumen auch viele Kiefern und andere Nadelgewächse.
Im Schlaubetal wachsen neben Laubbäumen auch viele Kiefern und andere Nadelgewächse.
Der Spitzwegerich ist reizmildernd und leicht hustenlösend.
Eine Detailaufnahme vom Spitzwegerich.
Seerosen in Hülle und Fülle auf der Schlaube
Seerosen in Hülle und Fülle auf der Schlaube
Farn im Schlaubetal
Farn im Schlaubetal

Wilder Fenchel auf Sardinien – ein Duft von Anis liegt in der Luft

Riesengroße gelbe Dolden.

Wilder Fenchel im Mittelmeergebiet beheimatet

In meinem letzten Blogbeitrag habe ich kurz den Wilden Fenchel genannt. Dieser ist auf Sardinien und generell im Mittelmeergebiet sehr weit verbreitet und, wie der Name schon sagt, verwildert. Ursprünglich ist die Pflanze im Mittelmeergebiet kultiviert worden.

Wenn es auf Sardinien nach Anis duftet…

Auffallend ist der anisähnliche Duft, der einem in die Nase steigt. Der Wilde Fenchel wächst ziemlich hoch – 40 bis 200 cm – und ist daher eigentlich nicht zu übersehen. Sehr schön filigran sind die Laubblätter anzusehen, die zwei- bis dreifach gefiedert und haarförmig geschlitzt sind. Damit kann man Fenchel sehr gut erkennen.

Wo wächst der Wilde Fenchel am besten und wofür wird er verwendet?

An einem warmen, trockenen Standort mit nährstoff- und basenreichem Lehm- oder Lössboden. Fenchel kennt jeder als Fencheltee oder Fenchelhonig, der sehr viele gesundheitsfördernde ätherische Öle enthält, aber auch Kieselsäure, Mineralsalze, Vitamin A, B und C. Fenchel wird als traditionelles Hausmittel bei Erkältungen und bei Störungen des Magen-Darmtraktes eingesetzt. Ich kann mich noch gut an meine Kindheit und den Geschmack an den süßen Fenchelhonig mit Anisgeschmack erinnern. Jedes Mal, wenn ich erkältet gewesen bin, musste ich einen großen Esslöffel davon einnehmen. Ob ich wollte oder nicht.D ie sehr aromatischen Pollen des Fenchels können ebenfalls verwendet werden. Vor allem als Gewürz.

Fencheltee soll krebsfördernd sein.

Allerdings habe ich vor kurzem noch gelesen, dass gerade im Fencheltee die Stoffe Methyleugenol und Estragol enthalten sind, die krebsfördernd sein sollen. Nachzulesen beim Bundesinstitut für Risikobewertung.

Wilder Fenchel (lat. Foeniculum vulgare var. vulgare). Ausführlich nachzulesen auf Wikipedia. 

Dunkelgrüne bis leicht bläulich schimmernde Stiele des Wilden Fenchels.
Oristano ist bekannt für seine Feuchtgebiete, in denen die Flamingos ihre Jungen großziehen. Hier wächst viel Wilder Fenchel.
Riesengroße gelbe Dolden.
Auf Sardinien im Mai blühte der Fenchel mit großen Dolden bis zu zwei Meter hoch und war daher nicht zu übersehen.
Fencheltee, Fenchelhonig, Fenchelgewürz.
Fenchel ist eine sehr filigran aussehende Pflanze.
Vor zuviel Verzehr warnt das Bundesinstitut für Risikobewertung.
Wilder Fenchel oder allgemein Fenchel schmeckt hervorragend in Green Smoothies. Vorausgesetzt man mag den Anisgeschmack.
Charakteristisch ist der anisähnliche Duft, den die Heilpflanze ausströmt.
Wilder Fenchel wächst auf Sardinien überall.

Ein sardischer Kräutergarten in Milis (Oristano)

Minze gedeiht an den meisten feuchten Standorten. Überwiegend auf der Nordhalbkugel.

Hier kommt: kurz und knapp der nächste Sardinienbeitrag!

Durch Airbnb Land und Leute besser kennenlernen

Zum Kennenlernen von Land und Leuten nutze ich hauptsächlich das Portal Airbnb. Hier gibt es viele nette Apartments oder Privatzimmer, die es mir ermöglichen, direkt vor Ort einen meist einheimischen Ansprechpartner zu haben, der einem nützliche Tipps geben kann (wo ist das nächste Café?, ist das der schnellste Weg zum Strand?, welche Bar ist am Angesagtesten?…)!

Milis – ein verschlafenes Örtchen im Westen Sardiniens

Auf Sardinien hatten mein Mann und ich insgesamt vier verschiedene Apartments kennengelernt und wir hatten bei allen Glück gehabt. Sie waren genauso wie auf dem Portal Airbnb beschrieben. Eines davon befindet sich in dem Örtchen Milis (Provinz Oristano) im Westen der Insel. Milis hat gerade einmal rund 1.600 Einwohner und ist wirklich sehr beschaulich.

Ein Apartment mit Kräutergarten

Wir übernachteten im 1. Obergeschoss. Im Erdgeschoss wohnt die Gastgeberin Michela. Sie besitzt einen Kräutergarten mit Salbei, Basilikum, Minze, Melisse, Lorbeer, Wein, Rucola etc.

Der Kräutergarten war ein wildes Durcheinander von all diesen grünen Pflanzen. Aber gerade das machte diesen Garten so charmant und interessant. Ein tolles Highlight waren die beiden kleinen Katzenkinder, die sich gut im Grün verstecken konnten.

Lorbeerblätter als Geschenk

Mitten im Kräutergarten von Michela steht ein kleiner Baum. Ein Lorbeerbaum. Ich habe vorher noch nie einen live und in Farbe irgendwo wachsen gesehen. Ich kenne nur die getrockneten Blätter in der Gewürzabteilung jedes gut sortierten Supermarktes. Michela freute sich über meine Entdeckung und schnitt drei große Nebenzweige voller Blätter für mich ab. Ich zupfte jedes einzelne Blatt ab, und nahm die Blätter mit nach Berlin. Jetzt brauche ich die nächsten zehn Jahre keine Lorbeerblätter mehr kaufen😉

Zwei Katzenkinder in Michelas Kräutergarten.
Zwei Katzenkinder in Michelas Kräutergarten.
Katzen lieben Italien.
So ein Kräutergarten eignet sich zum Verstecken für so kleine Katzen, wie dieser!
Lorbeerblätter haben einen intensiven Geschmack und gelten als Heil- und Gewürzkräuter.
Rund 40 Lorbeerblätter durfte ich mit nach Berlin zurück nehmen. Ein Küchentraum!🙂
Minze gedeiht an den meisten feuchten Standorten. Überwiegend auf der Nordhalbkugel.
Im wilden Kräutergarten von Michela wächst auch grüne Minze.
Fencheltee hilft bei Magen-Darm-Beschwerden.
Auf Sardinien wächst unheimlich viel von wildem Fenchel.
Auf Sardinien wächst Basilikum im Garten.
Wir kennen überwiegend den gezüchteten Basilikum für 1,99€ im Kräutertöpfchen, der sich meistens nicht lange hält.
Melisse eignet sich getrocknet als Melissentee.
Im Kräutergarten unserer Hastgeberin wächst Melisse.

Sardinien ist eine Blumeninsel

Feigenkaktus blühen im Mai. Die Früchte sind die im Supermarkt zu kaufenden Kaktusfeigen.

Sardinien im Mai

Im Mai auf Sardinien Urlaub zu machen, bedeutet Entspannung pur! Entspannung vom Alltagsstress, freie Fahrt auf den Straßen und Entspannung von zu vielen Touristen. Denn im Mai befindet sich die Insel noch in der Nebensaison. Die Hauptsaison startet erst im Juni.

Für Blumenliebhaber und Florainteressierte ist der Mai genau richtig, um auf die zweitgrößte Insel im Mittelmeer zu reisen. Im Mai stehen die Wiesen und Straßenränder in voller Blüte. Selbst die großen Kakteen blühen. In Gelb und Pink.

Sardinien bietet eine vielfältige Flora

Ich habe während meiner siebentägigen Reise sehr viel Pflanzen fotografiert. Einige wachsen auch in Deutschland, wie z. B. Wilde Möhre, Malve, gemeine Wegwarte oder Mohnblume.

Aufgrund des mediterranen trockenen Klimas wachsen hier allerdings auch Kakteen, Olivenbäume, aber auch viele Kräuter sowie Zitronen- und Orangenbäume, Oleander, wilder Fenchel und der intensiv in Gelb blühende Salzmanns Ginster.

Feigenkaktus

Der Riesenkaktus, der auf Sardinien weit verbreitet an den Straßenrändern wächst, ist der Feigenkaktus. Seine Früchte heißen Fico d`India. Er blüht im Mai in Gelb und Pink. Die Früchte sind essbar und können ab August geerntet werden.

Einige Pflanzen konnte ich jedoch leider nicht zuordnen.

Mein Reisetipp für Sardinien:

Leiht euch ein Auto aus, damit ihr mobil seid und verbringt nicht nur in einem Ort euren Urlaub. Fahrt am besten im Mai auf die Insel, wenn ihr die Pflanzenwelt in ihrer Farbenpracht erleben möchtet. Hilfreich ist es in jedem Fall auch, wenn ihr ein wenig italienisch sprechen könnt, da die Sarden kaum Englisch und auch kein Deutsch sprechen können.

In meinen nächsten zwei Blogbeiträgen erfahrt ihr noch mehr zur Pflanzenwelt Sardiniens.

Türkisfarbenes Meer auf Sardinien
Sardinien ist reich an malerischen Stränden mit türkisfarbenem Meer. Es gibt aber auch eine wunderschöne und sehr vielfältige Pflanzenwelt.
Die Wilde Möhre wächst auf ganz Sardinien.
Blätter, Blüte und Wurzel der wilden Möhre sind essbar. Doch Vorsicht: es besteht mit einigen ähnlich aussehenden, aber hochgiftigen Pflanzen Verwechslungsgefahr!!
Im Sand kurz vorm Meer wachsen vereinzelt Stranddisteln.
Im Sand kurz vorm Meer wachsen vereinzelt Stranddisteln.
Mohnblumen im Mai.
Mohnblumen im Mai.
Die gemeine Wegwarte wächst sehr häufig auch in Deutschland an Straßenrändern.
Die gemeine Wegwarte wächst sehr häufig auch in Deutschland an Straßenrändern.
Die Früchte kann man zum Teil sogar in unseren Supermärkten kaufen.
Der Feigenkaktus blüht im Mai.
Blaue Blütenpflanze in Meeresnähe.
Blaue Blütenpflanze in Meeresnähe.